Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
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Ohrenklempner
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Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Es kommen sicher noch andere Gründe dazu, warum es beispielsweise bei Costco so viel günstiger ist.
Hat Costco nur wenige verschiedene (Premium)-Modelle zur Auswahl, bieten sie überhaupt andere Modelle an? Vielleicht haben sie durch den aggressiven Fokus auf sehr wenige sehr gute Geräte exzellente Stückpreise beim Lieferanten. Wie ist die Qualität der Versorgung und die Erreichbarkeit bzw. die Nachsorge geregelt? Ich kann mir vorstellen, dass das Verkaufsmodell sehr auf einen effizienten Retail gestrafft wurde. Du bekommst in Deutschland für die gesamte Tragedauer des Hörgeräts den Service beim Akustiker. Ist das bei Costco auch so? Zudem muss man sagen, dass Costco ein sehr stark diversifizierter Händler ist. Der Hörgerätebereich muss nicht unbedingt einen Gewinn abwerfen; es reicht, wenn er ein paar Kunden mehr in den Store lockt, die anderswo ihr Geld lassen. Das ist bei einem nur auf Hörgeräte spezialisierten Einzelgeschäft ganz anders. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei Costco drei, vier Hörgerätemodelle unverbindlich und kostenlos probetragen kann.
Bei so einem Preisvergleich muss die enthaltene Leistung auf jeden Fall mit berücksichtigt werden. Die Aufwendung für das physische Produkt "Hörgerät" hat in der Hörakustik in D nur einen kleinen Anteil an der gesamten Leistung des Hörakustikers.
Hat Costco nur wenige verschiedene (Premium)-Modelle zur Auswahl, bieten sie überhaupt andere Modelle an? Vielleicht haben sie durch den aggressiven Fokus auf sehr wenige sehr gute Geräte exzellente Stückpreise beim Lieferanten. Wie ist die Qualität der Versorgung und die Erreichbarkeit bzw. die Nachsorge geregelt? Ich kann mir vorstellen, dass das Verkaufsmodell sehr auf einen effizienten Retail gestrafft wurde. Du bekommst in Deutschland für die gesamte Tragedauer des Hörgeräts den Service beim Akustiker. Ist das bei Costco auch so? Zudem muss man sagen, dass Costco ein sehr stark diversifizierter Händler ist. Der Hörgerätebereich muss nicht unbedingt einen Gewinn abwerfen; es reicht, wenn er ein paar Kunden mehr in den Store lockt, die anderswo ihr Geld lassen. Das ist bei einem nur auf Hörgeräte spezialisierten Einzelgeschäft ganz anders. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei Costco drei, vier Hörgerätemodelle unverbindlich und kostenlos probetragen kann.
Bei so einem Preisvergleich muss die enthaltene Leistung auf jeden Fall mit berücksichtigt werden. Die Aufwendung für das physische Produkt "Hörgerät" hat in der Hörakustik in D nur einen kleinen Anteil an der gesamten Leistung des Hörakustikers.
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet... 
Zu audiologischen Ratschlägen, Anpassberatungen oder Hörgeräte-Offerten fragen Sie nicht mich sondern Ihren Hörakustiker (m/w/d)!
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Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Wenn man sich in den einschlägigen Subreddits umschaut, gibt es in den USA ganz viele Leute, die nach Wegen suchen, falsch angepasste HGs privat einzustellen, weil sie sich die Anpassungs-Session bei Costco & Co. nicht leisten können.
Wenn ich natürlich diese Leistungen herausrechne, ist es auch einfach, Geräte günstiger zu verkaufen.
Wenn ich natürlich diese Leistungen herausrechne, ist es auch einfach, Geräte günstiger zu verkaufen.
Signia Pure Charge&Go BCT 7 IX
Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Allerdings ist es dort wohl im Normalfall so, dass die Leistungen des AKU (Anpassung, Service, etc.) nicht in den Preisen enthalten sind.
Das stimmt so nicht jedenfalls bei meinemAKU bezahle ich nie was für sowas, ich war Letzt wegen einer Einstellung dort und hatte meine Ersatzgeräte mit wovon die Schläuche gewechselt werden musste, klar sagte sie ich kümmere mich drum, kostete nichts.
Das stimmt so nicht jedenfalls bei meinem
Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
So viel anders funktioniert die Krankenversicherung in Frankreich nicht. Die Krankenversicherung übernimmt in Frankreich wie in Deutschland 100% desdeaf_tom hat geschrieben: ↑16. Mär 2026, 09:44 Unterschiedliche Preise in verschiedenen Ländern haben oft mehrere Gründe wie z.B. unterschiedliche Kaufkraft oder Steuern. Bei Hörgeräten in Frankreich liegt die Ursache in der dortigen Krankenversicherung, die völlig anders funktioniert als in Deutschland.
Dort übernimmt die Krankenkasse 100% des HG-Preises, aber nur bis zu einer bestimmten Betragsgrenze. Dadurch gibt es dort de facto einen Preisdeckel für Hörgeräte.
Allerdings ist es dort wohl im Normalfall so, dass die Leistungen des AKU (Anpassung, Service, etc.) nicht in den Preisen enthalten sind.
Und ja, meine Beschreibung ist stark verkürzt, daher in einzelnen Aspekten vermutlich nicht 100% korrekt.
Eigentlich gibt es diesen Preisdeckel auch in Deutschland. Aber er wird anders wahrgenommen oder anders dargestellt. In Frankreich werden die Hörgeräte in 2 Klassen eingeteilt. Bei Klasse 1 zahlt die Kasse 100%, aber eben nur bis zu einer Obergrenze, die momentan etwa auf der Höhe des erstattungsfähigen Preises in Deutschland liegt. Bei Geräten der Klasse 2 zahlt die Kasse nur 60% dieser Obergrenze, die in Frankreich üblichen Zusatzversicherungen übernehmen dann, je nach Vertrag, weitere Kosten, im besten Fall den Rest.
Ich vermute, dass diese Maßnahmen, die 2021 eingeführt wurden, die Preise anders bremsen als in Deutschland.
Was klingt denn schöner? "100% Santé" (= 100% Gesundheit), wie die Reform genannt wird und auch die Klasse 1, oder "
125-250-500-1k-1,5k-2k-3k-4k-6k-8k-10k
R 50- 50- 50- 45- 45-40-45-55-60-60-60
L 70- 70- 70- 65- 65-65-65-65-60-60-60
Beidseitig Phonak Audéo Lumity 90-R
R 50- 50- 50- 45- 45-40-45-55-60-60-60
L 70- 70- 70- 65- 65-65-65-65-60-60-60
Beidseitig Phonak Audéo Lumity 90-R
Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Soso, meine Argumente sind Quatsch, danke für die qualitative Einordnung meines Beitrags! Ein aktuelles Beispiel für den Quatsch ist die Entscheidung von Phonak, meine seit ein paar Wochen vorhandene, teuer erkaufte Hardware im Sphere 90 doch nicht durch das versprochene Software-update für den Auracast-Empfang "freizuschalten". Es geht bei meinem Hörschaden auch nicht um "persönliche Präferenz" im Sinne von Komfort, sondern um objektive Verbvesserung sozialer Teilhabe. Beispielsweise ist "Hörverstehen im Lärm" kein Komfort oder Luxus für Besserverdienende, sondern ein Grundbedarf. Meine Trageversuche mit diversen aktuellen "Technikstufen" von Phonak und anderen Anbietern haben ergeben, dass ich nur mit den höchsten "Technikstufen" in größerer Runde und bei vielen Gruppenveranstaltungen halbwegs mithalten kann. Das kostet aber fast 4000 € bei 1500 € Höchsterstattung pro Ohr durch die Kassen.deaf_tom hat geschrieben: ↑15. Mär 2026, 21:44 Sorry, aber so einen Quatsch habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
Wenn du mal Zeit hast, lies dir hier mal einige Themen im Forum durch. Dann wirst du schnell zu der Erkenntnis kommen, dass die Anforderungen an Hörgeräte sehr unterschiedlich sind.
Während einige alle möglichen Automatiken in den HGs haben wollen, gibt es viele, die die ständigen Eingriffe in die Akustik einfach nur nerven.
Somit ist es zuallererst persönliche Präferenz, was man haben möchte.
Die höheren Technikstufen sind zudem Innovationstreiber. Die Kunden, die diese Geräte kaufen, finanzieren über den höheren Preis die Forschung und Entwicklung mit.
Diese Features kommen mit der Zeit auf bei den niedrigen Technikstufen an. Somit profitieren diese Kunden auch von der Entwicklung.
I'm übrigen handelt es sich bei Geräten in unterschiedlicen Technikstufen in den allermeisten Fällen tatsächlich um unterschiedliche Hardware.
Nur bei Demo-Geräten gibt es aus praktischen Gründen die Option, die Technikstufe zu ändern.
An Ende ist es wie bei Autos. Am Anfang gab es z.B. ABS nur bei der Mercedes S-Klasse. Einige Jahre später wurde ABS zum Standard in jedem Fahrzeug.
Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Die Basisversorgung für 10 € Zuzahlung reicht eben nicht aus, den individuellen Hörverlust auszugleichen, sondern nur, überhaupt noch kommunizieren zu können. Ich bin ehrenamtlich als Schöffe bei Gericht tätig. Daher muss ich jedes Wort von Prozessbeteilgten verstehen. Ich habe mit meinen 2019 angeschafften, 5798 € teuren Geräten die je 3 m entfernten Anklage- und Angeklagtenbänke nach kurzer Verhandlungsdauer nicht mehr verstehen können, weil diedeaf_tom hat geschrieben: ↑15. Mär 2026, 23:02 Ich sehe kein Dilemma.
Die Basisversorgung, die ausreicht um den individuellen Hörverlust auszugleichen, gibt es für 10 Euro Zuzahlung pro Gerät.
Wer mehr Komfort, Features, etc.haben will, muss den Aufpreis selbst tragen.
Ja, mich hat es auch geärgert, dem AKU einen mittleren vierstelligen Betrag rüberzuschieben. Aber das war einzig und alleine meine persönliche Entscheidung.
Es ist wie bei allen Produkten.
Nehmen wir das Smartphone als Beispiel. Vermutlich könnte ich auch mit einem Samsung Galaxy A17 für 99 Euro gut leben.
Dazu habe ich aber keine Lust, weil so ein Teil keinen Spaß macht.
Ist es deshalb ein schlechtes Gerät? Nein.
Wenn ich mehr Prozessorleistung, ein besseres Display, usw. möchte, kann ich am anderen Ende der Modellpalette zum Samsung Galaxy S26 Ultra zu greifen.
Kostet eben 1.500 Euro mehr.
Ist es für jeden den Aufpreis wert? Sicher nicht.
Deshalb gibt es verschiedene Geräte für verschiedene Ansprüche und Geldbeutelgrößen.
Mit dieser Einstellung, alles haben, aber nichts dafür zahlen zu wollen, habe ich ein echtes Problem.
Wenn neue oder zusätzliche Features kein Geld mehr einbringen, wird es für die Hersteller uninteressant, die Geräte weiterzuentwickeln.
Würde das so funktionieren, würden wir heute immer noch mit den analogen HGs aus den 80ern herumlaufen.
Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
"Wir leben nun mal in einer sozialen Marktwirtschaft" ist verfassungsrechtlich für unsere Republik zutreffend zitiert, aber längst nicht mehr Maßstab für das Geschäftsgebaren der multinationalen, oligarchisch konzentrierten Konzerne. Ach ja, gerade ist der Technologie-Treiber GND vom Marketing-Profi Amplifon geschluckt worden! Das ist kein kommunistisches Manifest, sondern neo-kapitalistische Ablösung der sozialen Marktwirtschaft.Ohrenklempner hat geschrieben: ↑16. Mär 2026, 08:18Das liest sich ja beinahe wie das kommunistische Manifest.Kunde1974 hat geschrieben: ↑15. Mär 2026, 20:55 Die Leistung von Hörgeräten wird von Hard- und Software-Ausstattung bestimmt. Innerhalb einer Hardware-Produktserie, bspw. Phonak Audeo, werden die Leistungsteigerungen gegenüber den "Kassenmodellen" durch höherwertige "Technikstufen" ganz überwiegend durch Software-Freigaben für zahlungswillige und -kräftige Hörgeschädigte bestimmt. Die daraus resultierenden Preis-/Leistungsunterschiede in Deutschland zwischen dem Kassenmodell von 1500€ pro Ohr incl. Hilfsmittel und dem Premiummodell von 4000€ pro Ohr ohne Hilfsmittel sind auch zielgruppenorientiertem Marketing zur Gewinnmaximierung geschuldet. Die softwarebeschränkten Technikstufen der Hersteller sind umgekehrt willkürliche Kastrationen der Geräte zur Erzwingung von Mehrausgaben der Hörgeschädigten für die Erlaubnis zur Nutzung des tatsächlichen Leistungsumfangs der Hardware.![]()
Leider sind da ein paar Unwahrheiten drin. Ein "Kassenmodell", d.h. eine komplette Hörgeräteversorgung, welche vom Akustiker zum Festbetrag der Krankenkasse ohne Aufzahlung angeboten wird, kostet nicht 1500 € sondern ca. 850 Euro. Hier möchte ich aber hinzufügen, dass das nicht der reine Hörgerätepreis ist, sondern sämtlicher Aufwand seitens des Akustikers inbegriffen ist. Von der ersten Beratung bis zur Wartung und Nachsorge für die gesamte Tragedauer des Hörgeräts.
"Marketing zur Gewinnmaximierung" klingt so tendenziös. Als wäre es etwas Schlechtes, wenn ein Unternehmen seine Produkte bewirbt und verkauft. Wir leben nun mal in einer sozialen Marktwirtschaft und nicht in Nordkorea oder Turkmenistan. Jeder darf seine Leistungen anbieten und sich dafür bezahlen lassen.
"Erzwingung von Mehrausgaben" -- nein, ganz und gar nicht. Ich bin zwar nicht betroffen von einer Hörschädigung, aber man kann es ja auch andere Branchen übertragen, wie es deaf_tom schon getan hat. Bei einer Brille hab ich auch die Wahl zwischen einer Lese- und Fernbrille aus der Ramschkiste bei Apollo für 99 Euro oder ich hole mir eine gute Gleitsichtbrille für 1000 Euro. Mich zwingt doch keiner dazu. Es ist meine Entscheidung.
Das Argument mit der Entwicklung besserer Features, welche in der Zukunft immer mehr "Standard" werden, finde ich wirklich gut, und es trifft absolut den Punkt. Du bekommst heute zum Kassenpreis Hörgeräte mit 12 Kanälen, Wind- und Impulsschallunterdrückung, Bluetooth, adaptivem Mikrofonsystem, binauraler Synchronisation u.v.m., was vor 15 Jahren teilweise noch dem Premium-Preissegment vorbehalten war.
Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Zu dem Thema mit den Phonaks wundert mich eher die Tatsache, dass ein Update auf Auracast angekündigt wurde.
Phonak arbeitet mit Bluetooth Classic, während Auracast aufLE -Audio aufbaut.
Wie das funktionieren soll, verstehe ich nicht.
Als ich meine Signias mit Bluetooth Classic gekauft habe, hat mir derAKU direkt gesagt, dass ich bei diesem Modell niemals Auracast werde nutzen können.
Die Update-Ankündigung klingt also eher nach einer Fehlinformation.
Auch ich nutze die höchste Technikstufe, aber alles was über eine normale Gesprächsentfernung an einem normal großen Tisch hinausgeht, ist auch damit eine echte Herausforderung.
In großen Meetings, wenn der Sprecher weiter weg ist (also ähnlich der Situation im Gerichtssaal), verstehe ich oft nur Wortfetzen, selbst wenn es keine Störgeräusche gibt. Da kann ich nur versuchen, den Effekt durch erhöhen der Lautstärke oder einschalten der Sprachverstärkung zu reduzieren. Das bringt aber meist wenig
Zudem bin ich dann die ganze Zeit am Regeln, weil wenn der nächste, der etwas zum Thema beitragen will, in meiner direkten Nähe sitzt, platzen mir durch die vorher nötige hohe Lautstärke dann fast die Ohren.
In dieser Situation bin ich von egal welcher Technikstufe und welchem Hersteller überhaupt nicht überzeugt.
Deshalb versuche ich, diese Situationen möglichst ganz zu vermeiden. Entweder weiche ich auf Online-Meetings aus oder lege andere wichtige Termine parallel, um die Teilnahme an dem großen Meeting absagen und dafür einen Kollegen schicken zu können.
Ich habe mir die höchste Technikstufe deshalb ausgesucht, weil ich vorher über 20 Jahre lang eine unbehandelte Schwerhörigkeit hatte und für mich deshalb normale Umgebungsgeräusche unerträglich laut sind. Diese kann man mit einer höheren Technikstufe besser reduzieren oder ganz wegfiltern.
Einige der Geräte während der Testphase musste ich in einigen Situationen ausschalten, weil ich den Krach nicht mehr ertragen konnte. Die Phonaks hätte ich am liebsten den ganzen Tag im Sphere Modus laufen lassen, aber das macht derAkku nicht mit. 
Mein Sprachverständnis ist durch die höhere Technikstufe aber nicht spürbar besser als mit einer einfacheren Variante, sondern es ist aus dem genannten Grund ein reiner Komfortgewinn.
Dafür bin ich auch bereit, das nötige Geld in die Hand zu nehmen.
Das ist bei Hörgeräten nicht anders als bei anderen Produkten. Für den schmalen Taler gibt es die Basisvariante, wer mehr will, muss mehr zahlen. Das gilt für medizinische Produkte wie Brillen, Orthesen oder Schuheinlagen genauso wie für Smartphones oder Autos. Bessere Ausstattung kostet immer extra.
Und ja, ich muss mich dann auch entscheiden, ob ich die besseren Hörgeräte kaufe und dafür auf etwas anderes verzichte. Da ich mit den Hörgeräten sechs Jahre lang herumlaufen muss, ist die Entscheidung aber ziemlich einfach.
Es gibt hier immer wieder Posts, in denen der Autor am liebsten die jeweils höchste Technikstufe für die 10 Euro Zuzahlung eines "Kassengeräts" haben will.
Das wird nicht funktionieren.
Und sollte ich deinen Beitrag falsch interpretiert und zu Unrecht in diese Kategorie einsortiert haben, tut mir das leid.
Phonak arbeitet mit Bluetooth Classic, während Auracast auf
Wie das funktionieren soll, verstehe ich nicht.
Als ich meine Signias mit Bluetooth Classic gekauft habe, hat mir der
Die Update-Ankündigung klingt also eher nach einer Fehlinformation.
Auch ich nutze die höchste Technikstufe, aber alles was über eine normale Gesprächsentfernung an einem normal großen Tisch hinausgeht, ist auch damit eine echte Herausforderung.
In großen Meetings, wenn der Sprecher weiter weg ist (also ähnlich der Situation im Gerichtssaal), verstehe ich oft nur Wortfetzen, selbst wenn es keine Störgeräusche gibt. Da kann ich nur versuchen, den Effekt durch erhöhen der Lautstärke oder einschalten der Sprachverstärkung zu reduzieren. Das bringt aber meist wenig
Zudem bin ich dann die ganze Zeit am Regeln, weil wenn der nächste, der etwas zum Thema beitragen will, in meiner direkten Nähe sitzt, platzen mir durch die vorher nötige hohe Lautstärke dann fast die Ohren.
In dieser Situation bin ich von egal welcher Technikstufe und welchem Hersteller überhaupt nicht überzeugt.
Deshalb versuche ich, diese Situationen möglichst ganz zu vermeiden. Entweder weiche ich auf Online-Meetings aus oder lege andere wichtige Termine parallel, um die Teilnahme an dem großen Meeting absagen und dafür einen Kollegen schicken zu können.
Ich habe mir die höchste Technikstufe deshalb ausgesucht, weil ich vorher über 20 Jahre lang eine unbehandelte Schwerhörigkeit hatte und für mich deshalb normale Umgebungsgeräusche unerträglich laut sind. Diese kann man mit einer höheren Technikstufe besser reduzieren oder ganz wegfiltern.
Einige der Geräte während der Testphase musste ich in einigen Situationen ausschalten, weil ich den Krach nicht mehr ertragen konnte. Die Phonaks hätte ich am liebsten den ganzen Tag im Sphere Modus laufen lassen, aber das macht der
Mein Sprachverständnis ist durch die höhere Technikstufe aber nicht spürbar besser als mit einer einfacheren Variante, sondern es ist aus dem genannten Grund ein reiner Komfortgewinn.
Dafür bin ich auch bereit, das nötige Geld in die Hand zu nehmen.
Das ist bei Hörgeräten nicht anders als bei anderen Produkten. Für den schmalen Taler gibt es die Basisvariante, wer mehr will, muss mehr zahlen. Das gilt für medizinische Produkte wie Brillen, Orthesen oder Schuheinlagen genauso wie für Smartphones oder Autos. Bessere Ausstattung kostet immer extra.
Und ja, ich muss mich dann auch entscheiden, ob ich die besseren Hörgeräte kaufe und dafür auf etwas anderes verzichte. Da ich mit den Hörgeräten sechs Jahre lang herumlaufen muss, ist die Entscheidung aber ziemlich einfach.
Es gibt hier immer wieder Posts, in denen der Autor am liebsten die jeweils höchste Technikstufe für die 10 Euro Zuzahlung eines "Kassengeräts" haben will.
Das wird nicht funktionieren.
Und sollte ich deinen Beitrag falsch interpretiert und zu Unrecht in diese Kategorie einsortiert haben, tut mir das leid.
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Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
" Die Phonaks hätte ich am liebsten den ganzen Tag im Sphere Modus laufen lassen, aber das macht der Akku nicht mit.
"
Die von mir getestete aktuelle Version des infineo 90 sphere hält sogar mehr als 24 Stunden durch, ist aber auch deutlich größerhdO .
Die von mir getestete aktuelle Version des infineo 90 sphere hält sogar mehr als 24 Stunden durch, ist aber auch deutlich größer
Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Ja, im normalen Modus halten die Geräte etwa 24 h durch. Mit aktiviertem Sphere-Modus (die aus der Werbung bekannte ziemlich effektive Unterdrückung aller Geräusche aus Sprache) ist der Akku nach etwa 7 h platt.
Signia Pure Charge&Go BCT 7 IX
Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Das ist definitiv nicht mehr Stand der Technik! Ich habe die Geräte heute um 07.30h aus dem Ladegerät genommen und jetzt, 22.12h, links 65%, rechts 64 % Ladestand. Ich habe mit den Geräten auch Karnevalssitzungen und -partys mit bis zu 9 Stunden Krawall-Musik durchgestanden. Die
Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Ich habe die Geräte in 2025 getestet. Die App zeigte auch bei randvollem Akku direkt nach dem manuellen Aktiveren des Sphere-Modus 7 h Rstlauzeit an.
Offizielle Aussage war, dass dieser Modus nicht für den Dauerbetrieb gedacht ist, daher sei die kurze Laufzeit kein Problem.
Offizielle Aussage war, dass dieser Modus nicht für den Dauerbetrieb gedacht ist, daher sei die kurze Laufzeit kein Problem.
Signia Pure Charge&Go BCT 7 IX
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Ohrenklempner
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Re: Frankreich 2600€ Deutschland 8000€
Oh nein, nicht schon wieder .... also ich verstehe deinen Frust, aber bitte sieh es mir nach, wenn ich auf so viel Geschwurbel durchaus mal pampig reagiere. Dafür bitte ich um Entschuldigung.
Wenn du nachweisen kannst, dass dir eine Hörgeräteversorgung zum Festbetrag nicht ausreicht, um deinen Hörverlust ausreichend auszugleichen, dann steht dir der Rechtsweg offen. Welche anderen Geräte hast du denn probiert?
Wenn du nachweisen kannst, dass dir eine Hörgeräteversorgung zum Festbetrag nicht ausreicht, um deinen Hörverlust ausreichend auszugleichen, dann steht dir der Rechtsweg offen. Welche anderen Geräte hast du denn probiert?
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet... 
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