Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Hallo,
meine Tochter (fast 6 Jahre) hat deutliche Probleme mit dem Richtungshören und kann eine Geräuschquelle im Raum nicht finden. Es gibt Probleme im Strassenverkehr und natürlich im Alltag. Wir waren schon 3x in der Phoniatrie und dort wurde sie im dichotischen Hören und im Störschall getestet. Während das dichotische Hören auch in der Logopädie geübt wurde und nach dem 3. Test mit 100% geschafft wurde, war das Problem schnell aus der Welt. Die Tests unter Störschall waren 2x grenzwertig, Tendenz unterhalb der Norm. Beim 3. Test dann extrem auffällig (40% und 60%), so dass dieser Test wiederholt wurde und sie dann 80% schaffte. Damit wurden wir entlassen, es sei ja alles ok! (20% Abweichung darf sein). Auch auf mein wiederholtes Drängen, es stimme etwas nicht, konnte (oder wollte) man uns nicht weiterhelfen.
Nun soll nach ADS untersucht werden und dann ist mir der Kragen geplatzt! So nach dem Motto: im Zweifel ist es immer ADS...
seitdem wälze ich Bücher etc. und schlafe kaum noch. Und dann ist es mir doch durch einen Zufall gelungen, mein eigenes Kind zu diagnostizieren! Sie kann es definitiv nicht, versucht es nicht einmal! Sie geht nur visuell vor!
Nun erklären sich auch viele bis dahin "unlogische" Verhaltensweisen! Ich vermute, dass sie es ansatzweise aber kann, wenn sie gerufen wird, regiert sie oft in die richtige Richtung. Zumindest wirkt es so...ich weiß nicht, ob es mit der Lautstärke oder dem Überraschungseffekt zu tun hat, wenn man sie ruft....
Im Internet und Büchern finde ich zwar viele Infos dazu, aber ich konnte nichts entdecken, ob und wie das therapierbar ist. Kann man sowas lernen? Wenn ja wie und wer macht soetwas? Meine Tochter wird nächsten Sommer eingeschult und ich bin händeringend auf der Suche, was ihr noch helfen könnte um ihr die Sitution zu erleichtern! Die Überzeugung der Ärzte steht mir auch noch bevor....
Wer kennt sich aus und kann mir helfen????
Gaaaaaanz lieben Dank!
Claudia
meine Tochter (fast 6 Jahre) hat deutliche Probleme mit dem Richtungshören und kann eine Geräuschquelle im Raum nicht finden. Es gibt Probleme im Strassenverkehr und natürlich im Alltag. Wir waren schon 3x in der Phoniatrie und dort wurde sie im dichotischen Hören und im Störschall getestet. Während das dichotische Hören auch in der Logopädie geübt wurde und nach dem 3. Test mit 100% geschafft wurde, war das Problem schnell aus der Welt. Die Tests unter Störschall waren 2x grenzwertig, Tendenz unterhalb der Norm. Beim 3. Test dann extrem auffällig (40% und 60%), so dass dieser Test wiederholt wurde und sie dann 80% schaffte. Damit wurden wir entlassen, es sei ja alles ok! (20% Abweichung darf sein). Auch auf mein wiederholtes Drängen, es stimme etwas nicht, konnte (oder wollte) man uns nicht weiterhelfen.
Nun soll nach ADS untersucht werden und dann ist mir der Kragen geplatzt! So nach dem Motto: im Zweifel ist es immer ADS...
seitdem wälze ich Bücher etc. und schlafe kaum noch. Und dann ist es mir doch durch einen Zufall gelungen, mein eigenes Kind zu diagnostizieren! Sie kann es definitiv nicht, versucht es nicht einmal! Sie geht nur visuell vor!
Nun erklären sich auch viele bis dahin "unlogische" Verhaltensweisen! Ich vermute, dass sie es ansatzweise aber kann, wenn sie gerufen wird, regiert sie oft in die richtige Richtung. Zumindest wirkt es so...ich weiß nicht, ob es mit der Lautstärke oder dem Überraschungseffekt zu tun hat, wenn man sie ruft....
Im Internet und Büchern finde ich zwar viele Infos dazu, aber ich konnte nichts entdecken, ob und wie das therapierbar ist. Kann man sowas lernen? Wenn ja wie und wer macht soetwas? Meine Tochter wird nächsten Sommer eingeschult und ich bin händeringend auf der Suche, was ihr noch helfen könnte um ihr die Sitution zu erleichtern! Die Überzeugung der Ärzte steht mir auch noch bevor....
Wer kennt sich aus und kann mir helfen????
Gaaaaaanz lieben Dank!
Claudia
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blacky_kyra
- Beiträge: 308
- Registriert: 19. Apr 2012, 19:00
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Re: Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Hallo Claudia,
Ich nehme an du meinst AVWS???
nach dem was ich hier von dir gelesen habe würde ich dir empfehlen eine Zweitmeinung in einer erfahrenen Klinik einzuholen. Wenn du schreibst woher ihr seid, dann kann dir das Forum sicher weiterhelfen.
Ich denke ein und den selben Test nur immer wieder zu widerholen bis das Ergebnis stimmt, kann nicht richtig sein. Wenn dir im Alltag die Schwierigkeiten auffallen, dann ist da mit Sicherheit was dran und gehört vernünftig abgeklärt.
Eventuell auch eine Frühförderstelle für Hörgeschädigte mit ins Boot holen. Diese können dir sicher auch weiterhelfen wenn du deine Lage schilderst.
LG Bettina
Ich nehme an du meinst AVWS???
nach dem was ich hier von dir gelesen habe würde ich dir empfehlen eine Zweitmeinung in einer erfahrenen Klinik einzuholen. Wenn du schreibst woher ihr seid, dann kann dir das Forum sicher weiterhelfen.
Ich denke ein und den selben Test nur immer wieder zu widerholen bis das Ergebnis stimmt, kann nicht richtig sein. Wenn dir im Alltag die Schwierigkeiten auffallen, dann ist da mit Sicherheit was dran und gehört vernünftig abgeklärt.
Eventuell auch eine Frühförderstelle für Hörgeschädigte mit ins Boot holen. Diese können dir sicher auch weiterhelfen wenn du deine Lage schilderst.
LG Bettina
:} Sohnemann (geb. 2011) trägt links ein HG Phonak-Q50 UP bei 91% HV
und rechts Med-el CI: Sonnet:}
und rechts Med-el CI: Sonnet:}
Re: Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Hallo Bettina,
ja es geht um AVWS, aber ich finde niemanden, der uns diagnostiziert. Und da AVWS auch immer sehr stark im Zusammenhang mit ADS/ADHS gesehen wird, soll nun in dieser Richtung weitergemacht werden.
Ich weiß, dass Teilbereiche der AVWS relativ gut "zu üben" sind. Ich stelle mir das nur mit dem Richtungshören schwer vor - wie übt oder therapiert man das? Und vor allem wer?
Meine Tochter wurde übrigens in Aachen im Uniklinikum in der Phoniatrie vorgestellt. Ich habe mich da zunächst auch gut aufgehoben gefühlt. Aber im Nachhhinein...Ich bin so enttäuscht, dass es einfach heißt, es sei alles gut! Die haben offensichtlich vorraussgesetzt, dass meine Tochter sich fokussieren kann! Und immer nur gesagt, sie konzentriere sich genug, im Test könne sie ja mit dem Störschall relativ gut umgehen.
Und nun solls halt ADS sein, über kognitive Probleme wurde auch schon beraten... ...
Und jetzt muss ich mein eigenes Kind diagnostizieren! Und dabei habe ich die Situationen im Strassenverkehr wiederholt angesprochen und auch darüber berichtet, dass sie mein klingelndes Handy nicht finden konnte! Aber die Tatsache, dass meine Tochter ja drauf reagiert habe, sei wohl Beweis genug, dass sie es hören kann. Nach 3 Fachbüchern im Wert von über 150 Euro weiß ich nun, dass es so viele Teilbereiche gibt und ich frage mich, warum nur das dichotische Hören und der Störlärm getestet wurden?!
LG
claudia
ja es geht um AVWS, aber ich finde niemanden, der uns diagnostiziert. Und da AVWS auch immer sehr stark im Zusammenhang mit ADS/ADHS gesehen wird, soll nun in dieser Richtung weitergemacht werden.
Ich weiß, dass Teilbereiche der AVWS relativ gut "zu üben" sind. Ich stelle mir das nur mit dem Richtungshören schwer vor - wie übt oder therapiert man das? Und vor allem wer?
Meine Tochter wurde übrigens in Aachen im Uniklinikum in der Phoniatrie vorgestellt. Ich habe mich da zunächst auch gut aufgehoben gefühlt. Aber im Nachhhinein...Ich bin so enttäuscht, dass es einfach heißt, es sei alles gut! Die haben offensichtlich vorraussgesetzt, dass meine Tochter sich fokussieren kann! Und immer nur gesagt, sie konzentriere sich genug, im Test könne sie ja mit dem Störschall relativ gut umgehen.
Und nun solls halt ADS sein, über kognitive Probleme wurde auch schon beraten... ...
Und jetzt muss ich mein eigenes Kind diagnostizieren! Und dabei habe ich die Situationen im Strassenverkehr wiederholt angesprochen und auch darüber berichtet, dass sie mein klingelndes Handy nicht finden konnte! Aber die Tatsache, dass meine Tochter ja drauf reagiert habe, sei wohl Beweis genug, dass sie es hören kann. Nach 3 Fachbüchern im Wert von über 150 Euro weiß ich nun, dass es so viele Teilbereiche gibt und ich frage mich, warum nur das dichotische Hören und der Störlärm getestet wurden?!
LG
claudia
Re: Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Hallo cosili,
wenn ich das richtig verstanden habe, bist Du der Meinung, dass Deine Tochter an AVWS leide, dies jedoch nicht diagnostiziert wurde?
Ich schreibe jetzt unter dieser Voraussetzung.
Um eine AVWS zu diagnostizieren, muss (laut entsprechender Leitlinie) zunächst ein mal eine periphere Hörstörung ausgeschlossen werden. Das heisst, dass die Reintonaudiometrie normale Ergebnisse liefern muss. Ist dies der Fall?
Dann gibt es sieben Kriterien, von welchen mindestens zwei erfüllt sein müsen (spontan fallen mir eine verminderte auditive Merkspanne, schlechtere Ergebnisse beim Verstehen von Sprache im Störschall und das weniger gute Abschneiden beim dichotischen Hören ein).
Mir drängt sich der Verdacht auf, dass nicht das "Hören", sondern die Tests geübt wurden, was nicht Sinn der Sache sein kann.
Wurde denn wirklich umfassend getestet (das periphere Gehör und alle sieben Kriterien)?
Die auditive Merkspanne bspw. lässt sich durch Training verbessern. In Bezug auf andere Fähigkeiten (bspw. Richtungshören (vielleicht sogar im Störschall)) weiss ich weiss ich wenig. Fest steht jedenfalls, dass die Entwicklung der retrocochleären Hörbahnen (und diese sind bei AVWS betroffen) in diesem Alter noch nicht abgeschlossen ist. Die Frage ist allerdings, ob gewisse Fähigkeiten, welche bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erworben worden sind, noch verbessert werden können (stark vereinfacht ausgedrückt).
Abgesehen davon gibt es aber eine Reihe von Massnahmen, welche die Einschränkungen des Gehörs berücksichtigen und daraus resultierende Nachteile ausgleichen.
Dies vorerst.
Gruss fast-foot
Nachtrag: Ich habe (erst) nach Absenden meines Postings gerade gesehen, dass Du bereits einen weiteren Beitrag eingefügt hast.
wenn ich das richtig verstanden habe, bist Du der Meinung, dass Deine Tochter an AVWS leide, dies jedoch nicht diagnostiziert wurde?
Ich schreibe jetzt unter dieser Voraussetzung.
Um eine AVWS zu diagnostizieren, muss (laut entsprechender Leitlinie) zunächst ein mal eine periphere Hörstörung ausgeschlossen werden. Das heisst, dass die Reintonaudiometrie normale Ergebnisse liefern muss. Ist dies der Fall?
Dann gibt es sieben Kriterien, von welchen mindestens zwei erfüllt sein müsen (spontan fallen mir eine verminderte auditive Merkspanne, schlechtere Ergebnisse beim Verstehen von Sprache im Störschall und das weniger gute Abschneiden beim dichotischen Hören ein).
Wenn nun das Reintonaudiogramm unauffällig ist, waren ja bereits zwei Kriterien erfüllt.cosili hat geschrieben:Während das dichotische Hören auch in der Logopädie geübt wurde und nach dem 3. Test mit 100% geschafft wurde, war das Problem schnell aus der Welt. Die Tests unter Störschall waren 2x grenzwertig, Tendenz unterhalb der Norm. Beim 3. Test dann extrem auffällig (40% und 60%), so dass dieser Test wiederholt wurde und sie dann 80% schaffte. Damit wurden wir entlassen, es sei ja alles ok! (20% Abweichung darf sein). Auch auf mein wiederholtes Drängen, es stimme etwas nicht, konnte (oder wollte) man uns nicht weiterhelfen.
Mir drängt sich der Verdacht auf, dass nicht das "Hören", sondern die Tests geübt wurden, was nicht Sinn der Sache sein kann.
Wurde denn wirklich umfassend getestet (das periphere Gehör und alle sieben Kriterien)?
Die auditive Merkspanne bspw. lässt sich durch Training verbessern. In Bezug auf andere Fähigkeiten (bspw. Richtungshören (vielleicht sogar im Störschall)) weiss ich weiss ich wenig. Fest steht jedenfalls, dass die Entwicklung der retrocochleären Hörbahnen (und diese sind bei AVWS betroffen) in diesem Alter noch nicht abgeschlossen ist. Die Frage ist allerdings, ob gewisse Fähigkeiten, welche bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erworben worden sind, noch verbessert werden können (stark vereinfacht ausgedrückt).
Abgesehen davon gibt es aber eine Reihe von Massnahmen, welche die Einschränkungen des Gehörs berücksichtigen und daraus resultierende Nachteile ausgleichen.
Dies vorerst.
Gruss fast-foot
Nachtrag: Ich habe (erst) nach Absenden meines Postings gerade gesehen, dass Du bereits einen weiteren Beitrag eingefügt hast.
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Re: Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Ein Punkt könnte das Alter sein. Und sei es nur deshalb, weil man nicht weiss, wie "altersgerechte" (für das Alter normale) Werte ausfallen müssen (genau weiss ich es nicht).cosili hat geschrieben:...und ich frage mich, warum nur das dichotische Hören und der Störlärm getestet wurden?!
Dir geht es ja um das Richtungshören!
Wurde denn sicher ausgeschlossen, dass eine periphere Hörstörung vorliegt (vielleicht das eine Ohr betreffend)?
Die Konzentration spielt auch eine Rolle. Aber ob man die Resultate auf (anfangs) mangelnde Konzentration zurück führen kann, ist für mich jedenfalls nicht klar.
Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Re: Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Hallo,
eine periphere Hörstörung ist ausgeschlossen! Sie litt zwar fast 2 Jahre unter regelmäßigen Paukenergüssen, sind mit dem Thema aber jetzt durch.
Ein k.o. Kriterium war ein visueller Test, in der das visuelle Reihenfolgegedächtnis getestet wurde und das auch etwas unterhalb der Norm lag.
AVWS geht wohl nur, wenn alles andere ok ist. Gut, das leuchtet mir ein. Aber ein visuell auffälliges Ergebnis setzt aber kein intaktes Hören vorraus. Ich meine, wenn die Phoniatrie nicht weiter testet, wer dann?
Es wurden tatsächlich nur dichotisches Hören und Störschall getestet. Die Häufigkeit erklärte man mir, da die Ergebnisse grenzwertig seien: beim ersten Test halt alle grenzwertig drunter, beim 2. Test Störschall schlechter (Abbruchkriterium erreicht) und beim 3. Mal dann dichotisch top und Störschall zum Schluß mit 80%. Wobei sich mir schon da die Frage stelllte: morgens früh um halb neun im ersten Test 40% bzw. 60% im Störschall, 3,5 Untersuchungsstunden später dann 80%? Wie kann man so ein Ergebnis ok finden??? Zumal 80% ja nun auch keine Glanzleistung ist, wenn sie max. 20% Abweichung haben darf.
Meine Tochter ist generell gut zu handhaben: sie geht brav mit jedem mit, es musste noch nie etwas abgebrochen werden, hampelt nicht rum etc. Natürlich fallen ihr solche Tests nicht leicht! Sie hat zum ersten Mal letztes Jahr im Oktober überhaupt einen Hörtest aktiv mitmachen können! Vorher reichte ihre Konzentration dafür nicht! Sie hat eben 2 Jahre schlecht gehört, dann wieder gut nach der 1. OP, dann wieder extrem schlecht, dann wieder ca. 4 Wochen gut, dann wieder schlecht...ist halt nicht ihre Stärke...
Natürlich kann man argumentieren, dass es ein Konzentrationsproblem ist und schwupps landet man bei ADS. Viele die mit ihr zu tun haben (Kindergarten, Logo, Eltern etc.) sagen: sie konzentriert sich gut. Sie kann es nicht verarbeiten. Sie will, kann es aber nicht...
eine periphere Hörstörung ist ausgeschlossen! Sie litt zwar fast 2 Jahre unter regelmäßigen Paukenergüssen, sind mit dem Thema aber jetzt durch.
Ein k.o. Kriterium war ein visueller Test, in der das visuelle Reihenfolgegedächtnis getestet wurde und das auch etwas unterhalb der Norm lag.
AVWS geht wohl nur, wenn alles andere ok ist. Gut, das leuchtet mir ein. Aber ein visuell auffälliges Ergebnis setzt aber kein intaktes Hören vorraus. Ich meine, wenn die Phoniatrie nicht weiter testet, wer dann?
Es wurden tatsächlich nur dichotisches Hören und Störschall getestet. Die Häufigkeit erklärte man mir, da die Ergebnisse grenzwertig seien: beim ersten Test halt alle grenzwertig drunter, beim 2. Test Störschall schlechter (Abbruchkriterium erreicht) und beim 3. Mal dann dichotisch top und Störschall zum Schluß mit 80%. Wobei sich mir schon da die Frage stelllte: morgens früh um halb neun im ersten Test 40% bzw. 60% im Störschall, 3,5 Untersuchungsstunden später dann 80%? Wie kann man so ein Ergebnis ok finden??? Zumal 80% ja nun auch keine Glanzleistung ist, wenn sie max. 20% Abweichung haben darf.
Meine Tochter ist generell gut zu handhaben: sie geht brav mit jedem mit, es musste noch nie etwas abgebrochen werden, hampelt nicht rum etc. Natürlich fallen ihr solche Tests nicht leicht! Sie hat zum ersten Mal letztes Jahr im Oktober überhaupt einen Hörtest aktiv mitmachen können! Vorher reichte ihre Konzentration dafür nicht! Sie hat eben 2 Jahre schlecht gehört, dann wieder gut nach der 1. OP, dann wieder extrem schlecht, dann wieder ca. 4 Wochen gut, dann wieder schlecht...ist halt nicht ihre Stärke...
Natürlich kann man argumentieren, dass es ein Konzentrationsproblem ist und schwupps landet man bei ADS. Viele die mit ihr zu tun haben (Kindergarten, Logo, Eltern etc.) sagen: sie konzentriert sich gut. Sie kann es nicht verarbeiten. Sie will, kann es aber nicht...
Re: Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Da eine periphere Hörstörung ausgeschlossen wurde, lässt sich insbesondere die von Dir fest gestellte Problematik beim Richtungshören nicht hiermit erklären. Meiner Meinung nach müsste man nur schon auf Grund dieser Begebenheit (trifft sie tatsächlich zu, wovon ich ausgehe) auf eine Form von AVWS schliessen.
In Anbetracht dessen finde ich hierzu:
Wie schlecht hat Deine Tochter denn gehört (kannst Du dB-Werte angeben oder sagen, ob es sich zwischenzeitlich um mehr als eine leichtgradige Schwerhörigkeit gehandelt hatte?)?
Und waren die Paukenergüsse immer beidseitig gewesen (bzw. hat vor allem ein Ohr nicht gut gehört?)?
Schon eine geringgradige periphere Hörstörung kann in Einzelfällen zu nicht unerheblichen Auswirkungen auf die zentrale Hörverarbeitung führen.
Abgesehen davon kann meiner Meinung nach auch eine Störung der selben vorliegen, wenn das periphere Gehör nicht normal ist (man kann sich dies leicht vor Augen führen, wenn bei jemandem AVWS diagnostiziert wurde und hierauf das periphere Gehör nachlässt; natürlich wird die Problematik in der zentralen Verarbeitung hierdurch nicht "automatisch behoben"; aber es ist eben auch eine Frage der Definition und der Diagnostik, welche sich auf gewisse Kritererien abstützen).
Gruss fast-foot
In Anbetracht dessen finde ich hierzu:
Das ist auch für mich fragwürdig.cosili hat geschrieben:Es wurden tatsächlich nur dichotisches Hören und Störschall getestet. Die Häufigkeit erklärte man mir, da die Ergebnisse grenzwertig seien: beim ersten Test halt alle grenzwertig drunter, beim 2. Test Störschall schlechter (Abbruchkriterium erreicht) und beim 3. Mal dann dichotisch top und Störschall zum Schluß mit 80%. Wobei sich mir schon da die Frage stelllte: morgens früh um halb neun im ersten Test 40% bzw. 60% im Störschall, 3,5 Untersuchungsstunden später dann 80%? Wie kann man so ein Ergebnis ok finden??? Zumal 80% ja nun auch keine Glanzleistung ist, wenn sie max. 20% Abweichung haben darf.
Wie schlecht hat Deine Tochter denn gehört (kannst Du dB-Werte angeben oder sagen, ob es sich zwischenzeitlich um mehr als eine leichtgradige Schwerhörigkeit gehandelt hatte?)?
Und waren die Paukenergüsse immer beidseitig gewesen (bzw. hat vor allem ein Ohr nicht gut gehört?)?
Schon eine geringgradige periphere Hörstörung kann in Einzelfällen zu nicht unerheblichen Auswirkungen auf die zentrale Hörverarbeitung führen.
Abgesehen davon kann meiner Meinung nach auch eine Störung der selben vorliegen, wenn das periphere Gehör nicht normal ist (man kann sich dies leicht vor Augen führen, wenn bei jemandem AVWS diagnostiziert wurde und hierauf das periphere Gehör nachlässt; natürlich wird die Problematik in der zentralen Verarbeitung hierdurch nicht "automatisch behoben"; aber es ist eben auch eine Frage der Definition und der Diagnostik, welche sich auf gewisse Kritererien abstützen).
Gruss fast-foot
Ausgewiesener Spezialist* / Name: Wechselhaft** / Wohnsitz: Dauer-Haft (Strafanstalt Tegel) / *) zwecks Vermeidung weiterer Kollateralschäden des Landes verwiesen / **) Name fest seit Festnahme
Re: Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Hi,
nein dB Zahlen von den Paukenergüssen habe ich nicht. Sie wurde damals immer ohne aktive Teilnahme getestet, da sie einen Hörtest erst mit 5 Jahren geschafft hat (orientierte sich immer nur visuell, hielt die Dauer nicht aus)
Wir sind ja nun erstmal raus aus der Phoniatrie, dh. in deren Augen ist ja nix... bevor ich da wieder einen Termin bekomme, vergeht wieder 1/2 Jahr mit warten...
Im SPZ sind wir z.zt. drin, das würde schneller gehen. Ich dachte mir, dass die sowas doch auch erkennen müssten. Natürlich nicht mit den Werten der Phoniatrie. Aber nen tickenden Wecker vom Kind suchen lassen, das wäre ja wohl drin. Dann könnten sie ja ein völlig überfordertes Kind erleben und dann u.U. auf Dringlichkeit doch wieder in die Phoniatrie???? Ich weiß es nicht....seit einem 1 Jahr sind wir da dran und haben schon so ziemlich alles gehört: sie will nicht hören, sie wäre weniger müde, wenn sie ich sie früher von der Kita abholen würde (sie geht 3x pro Woche bis 14h und 2x bis 12h), dann das Chaos 3x in der Phoniatrie, im SPZ nr. 2 wollten sie sie spontan an die neuropsychologische Ambulanz überweisen und nun soll es doch noch ADS sein...und niemand sieht mein kämpfendes ehrgeiziges und überfordertes Kind....
claudia
nein dB Zahlen von den Paukenergüssen habe ich nicht. Sie wurde damals immer ohne aktive Teilnahme getestet, da sie einen Hörtest erst mit 5 Jahren geschafft hat (orientierte sich immer nur visuell, hielt die Dauer nicht aus)
Wir sind ja nun erstmal raus aus der Phoniatrie, dh. in deren Augen ist ja nix... bevor ich da wieder einen Termin bekomme, vergeht wieder 1/2 Jahr mit warten...
Im SPZ sind wir z.zt. drin, das würde schneller gehen. Ich dachte mir, dass die sowas doch auch erkennen müssten. Natürlich nicht mit den Werten der Phoniatrie. Aber nen tickenden Wecker vom Kind suchen lassen, das wäre ja wohl drin. Dann könnten sie ja ein völlig überfordertes Kind erleben und dann u.U. auf Dringlichkeit doch wieder in die Phoniatrie???? Ich weiß es nicht....seit einem 1 Jahr sind wir da dran und haben schon so ziemlich alles gehört: sie will nicht hören, sie wäre weniger müde, wenn sie ich sie früher von der Kita abholen würde (sie geht 3x pro Woche bis 14h und 2x bis 12h), dann das Chaos 3x in der Phoniatrie, im SPZ nr. 2 wollten sie sie spontan an die neuropsychologische Ambulanz überweisen und nun soll es doch noch ADS sein...und niemand sieht mein kämpfendes ehrgeiziges und überfordertes Kind....
claudia
Re: Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
es waren immer beide IOhren betroffen, wurden auch immer beide operiert
Re: Störung der auditiven Lokalisation - therapierbar????
Hallo Cosili, vielleicht kann dir eine zuständig pädagogisch audiologische Beratungsstelle weiterhelfen. Oder Mobile Dienste der Schwerhörigenschule.
Ein Versuch wäre es wert.
Liebe Grüße
Ein Versuch wäre es wert.
Liebe Grüße
