Hallo Sandra,
MEINER Meinung nach ist die Tatsache, dass Jan selbständig ist und viel mit anderen Kindern draußen spielt, sehr viel wert. Das sind in meinen Augen ganz entscheidende Schritte auf dem Weg zur angestrebten "Integration" bzw. dahin, dass diese erst gar nicht zum Thema werden muss, weil erst gar keine Aussonderung stattfindet.
Du hast drei Jungs mit knappem Altersabstand, ich weiß ziemlich gut, was da zu Hause angesagt ist

Natürlich kannst Du da nach dem Ganztagskiga nicht not irgendwelche hochtrabenden Förderprogramme durchziehen. Das musst Du sicherlich auch nicht. Allerdings sind die gegenteiligen Aussagen von Arzt und Frühförderin ja sehr unbefriedigend. Lass Dir nochmal genau sagen, was sie denn jetzt bemängeln und vergleiche das mit Deinen Beobachtungen im Alltag. Dann mach' Dir für Dich die Ziele klar, die Du für Jan hast und guck, woran es in erster Linie noch hapert, wo er noch Hilfen braucht ...
Und je nach Ausprägung seines Gleichgewichtsproblems und der Muskelhypotonie wird es eben auch Grenzen geben. Jedenfalls hat Christian die, obwohl er Fahrrad fahren kann, Ski läuft usw. Aber manche Sachen fallen ihm schwerer als anderen bzw. schafft er sie gar nicht (ich sage nur: Schwebebalken).
Er ist jetzt im dritten Schuljahr, und seine Handschrift ist - wenn er sich Mühe gibt - sehr schön. In den ersten beiden Jahren hat er mehr geschmiert als geschrieben, da er aufgrund der Muskelhypotonie Schwierigkeiten hat, den Stift zu halten. Mit zunehmendem Alter scheinen sich einige Probleme aber auch ein bisschen auszuwachsen.
Mit Kneten, Basteln und allen diesen Dingen kannst Du ja auch die Feinmotorik fördern ohne viel Aufwand.
Lass Dich von den sog. Fachleuten nicht erschrecken.
Viele Grüße,