Hallo,
ich habe gerade einen alten Befund vom Pädaudiologen gefunden. Dieser lautet: Bei der Hörprüfung fanden wir eine leichte Schalleitungskomponente beidseits. Das Sprachverstehen beträgt bei 50dzb lins 90% und recht 80%. Auf der rechten Seite ist das Tympanogramm normal, hier sind die Stapediusreflexe gut auslösbar und links ist das Tympanogramm flach.
Frage: Schalleitungskomponente: Heißt das eine Kombination von Mittel und Innenohrschwerhörigkeit? Ist das dann dies Osteotose (weiß nicht ob es richtig geschrieben ist) wo sich mit den Jahren das Gehör immer weiter verschlechtert?
Müsste nicht rechts wo das Sprachverstehen nur noch 80% beträgt das Tympanogramm flach sein?
Gruß ClaudiaU
Kann mir jemand den Befund des Pädaudiologen erklären
Kann mir jemand den Befund des Pädaudiologen erklären
Claudia mit Yannick 10Jahre emotionale Störungen mit sozialer Angst expressive und rezeptive Sprachstörung, Wahrnehmungsstörungen, autistische Züge, leichte Hörminderung.
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Andrea Heiker
- Beiträge: 3024
- Registriert: 10. Jul 2002, 11:39
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Re: Kann mir jemand den Befund des Pädaudiologen erklären
Hallo,
wenn das Tymp flach ist, kann das Trommelfell nicht richtig schwingen und das bedeutet eben auch eine Schallleitungskomponente (=Mittelohranteil der zusätzlich zum Innenohranteil dazu kommt).
Das Tymp ist im Übrigen unabhängig vom Sprachverständnis zu betrachten. Wenn er 90% bei 50 dB (=leise Umgangssprache) verstanden hat, obwohl eine Mittelohrkomponente vorliegt, dann versteht er ohne Paukenerguss evtl. (kommt darauf an, wie groß die Schallleitungskomponente) ist auch 100%. Auf der anderen Seite bedeutet das, dass dort wahrscheinlich eine echte Schwerhörigkeit vorliegt, da er nur 80% versteht, obwohl das Mittelohr okay ist.
Es gibt eine Krankheit, die Otosklerose heißt: Es ist unwahrscheinlich, dass Yannik daran leidet. Die Otosklerose tritt hauptsächlich bei Frauen auf und wird nach größeren hormonellen Umstellungen (Schwangerschaft oder Wechseljahre) in Schwung gebracht. Auch bei Männern mit Otosklerose tritt die Schwerhörigkeit erst im Erwachsenenalter auf. Nichtsdestotrotz, vor Progredienz ist kein Kind gefeit, sie tritt leider auch ziemlich häufig auf. Die Sorge darum ist zwar verständlich, aber man sollte sich bemühen, dem keine BEachtung zu schenken. Man kann weder voraussagen, ob das eigene Kind überhaupt betroffen ist, noch in welchen Tempo die Progredienz stattfindet, noch ob die Progredienz eines Tages stoppen wird. Verhindern kann man eine Progredienz auch nicht. Sorgen kann man sich auch noch machen, wenn es so weit ist, daher empfehle ich einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft!!!
Gruß
Andrea
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[Editiert von Andrea Heiker am: Mittwoch, November 1, 2006 @ 17:33][/size]
wenn das Tymp flach ist, kann das Trommelfell nicht richtig schwingen und das bedeutet eben auch eine Schallleitungskomponente (=Mittelohranteil der zusätzlich zum Innenohranteil dazu kommt).
Das Tymp ist im Übrigen unabhängig vom Sprachverständnis zu betrachten. Wenn er 90% bei 50 dB (=leise Umgangssprache) verstanden hat, obwohl eine Mittelohrkomponente vorliegt, dann versteht er ohne Paukenerguss evtl. (kommt darauf an, wie groß die Schallleitungskomponente) ist auch 100%. Auf der anderen Seite bedeutet das, dass dort wahrscheinlich eine echte Schwerhörigkeit vorliegt, da er nur 80% versteht, obwohl das Mittelohr okay ist.
Es gibt eine Krankheit, die Otosklerose heißt: Es ist unwahrscheinlich, dass Yannik daran leidet. Die Otosklerose tritt hauptsächlich bei Frauen auf und wird nach größeren hormonellen Umstellungen (Schwangerschaft oder Wechseljahre) in Schwung gebracht. Auch bei Männern mit Otosklerose tritt die Schwerhörigkeit erst im Erwachsenenalter auf. Nichtsdestotrotz, vor Progredienz ist kein Kind gefeit, sie tritt leider auch ziemlich häufig auf. Die Sorge darum ist zwar verständlich, aber man sollte sich bemühen, dem keine BEachtung zu schenken. Man kann weder voraussagen, ob das eigene Kind überhaupt betroffen ist, noch in welchen Tempo die Progredienz stattfindet, noch ob die Progredienz eines Tages stoppen wird. Verhindern kann man eine Progredienz auch nicht. Sorgen kann man sich auch noch machen, wenn es so weit ist, daher empfehle ich einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft!!!
Gruß
Andrea
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[Editiert von Andrea Heiker am: Mittwoch, November 1, 2006 @ 17:33][/size]
seit Geburt an Taubheit grenzend schwerhörig, im Alter von zwei Jahren mit zwei Hörgeräten versorgt, seit 2002 ein CI
Re: Kann mir jemand den Befund des Pädaudiologen erklären
Hallo Heike,
deine Antwort hat mir schon sehr weitergeholfen:
Danke
Gruß Claudia
deine Antwort hat mir schon sehr weitergeholfen:
Danke
Gruß Claudia
Claudia mit Yannick 10Jahre emotionale Störungen mit sozialer Angst expressive und rezeptive Sprachstörung, Wahrnehmungsstörungen, autistische Züge, leichte Hörminderung.
