Selbsteinstellungen, meine Erfahrung

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Girgei
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Selbsteinstellungen, meine Erfahrung

#1

Beitrag von Girgei »

Auch wenn es sehr wünschenswert wäre, die Einstellungen seiner Hörgeräte am PC zuhause durchzuführen, ist es doch besser den HA (HörgeräteAkustiker) den Job machen zu lassen.
Die Anpasssoftware ist ein hoch kompliziertes Programm mit schier unzähligen Einstellungsmöglichkeiten, fremden Bezeichnungen und Ausdrücken und Abkürzungen. Und im Nu hat man ohne es bemerkt zu haben, irgendwas verstellt, was man nicht rückgängig machen kann. Und dann muss man seinen HA bitten, den Fehler zu beheben. Auch GEMINI und COPILOT sind dabei keine Hilfe, denn deren Antworten sind fast immer falsch!! Ich spreche aus eigener Erfahrung.
Besser wäre es vermutlich, den HA von vornherein mit seinem Vorhaben einzubinden. Also Diplomatie ist gefragt.
Soweit meine Erfahrungen.
Robert Wilhelm
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Registriert: 9. Okt 2019, 11:45
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Wohnort: Schwendi

Re: Selbsteinstellungen, meine Erfahrung

#2

Beitrag von Robert Wilhelm »

Klar, dass man die Kompetenz von Akustikern nicht in Frage stellen kann. Beim Selbsteinsteller bleibt immer die Unsicherheit, ob er das Maximale mit seinen Geräten erreicht.
Bei diesem Punkt muss man ansetzen:
1. Die Komplexität des menschlichen Hörens erfordert differenzierte Einstellungen. Gerade Musiker beschäftigen sich aber intesiv mit den Einstellungen ihrer Geräte und den Veränderungen der Klanggestaltung. Leider gehören sie vielleicht am häufigsten zu den Hörbeeinträchtigten.
Die Wahrnehmung von Klängen und Geräuschen wird von jedem Menschen unterschiedlich empfunden.
2. Den Besuch und die Audiogrammerstellung beim HNO-Arzt und beim Akustiker erlebe ich immer als mit Druck verbunden. Zuhause kann ich den Stärkegrad einer Frequenz durch 3-4-5-maliges Abspielen bestimmen. Der Akustiker spielt die gleiche Frequenz zwei Mal, dann muss ich reagieren. Beim Sprachtest muss ich mich gewaltig konzentrieren, um das Wort wiederzugeben. Klar, dass das zum Ratespiel wird.
3. Die Hörfähigkeit kann nach Tageszeit und sonstiger Kondition unterschiedlich sein.
4. In meinem Bekanntenkreis gibt es keinen, der nicht häufiger (zumal bei Ersteinstellungen) Termine beim Akustiker vereinbaren muss.
Jeder empfindet zeitliche und räumliche Umstände als lästig.
5. Der finanzielle Aspekt kann auch eine Rolle spielen.
Ich hab meine Geräte in Amerika, England, und die gegenwärtigen Lumitys in Zypern gekauft. Da hab ich das Audiogramm hingeschickt, und zuhause dann an den Ersteinstellungen herumgefummelt.
Jetzt bin ich zwar zufrieden, prüfe meine Teile aber doch gelegentlich nach.
Andere zu betreuen, würde ich mir nicht unbedingt zutrauen - man hat den Kopf halt doch nur zwischen den eigenen Ohrwascheln.
Duc900
Beiträge: 31
Registriert: 2. Mai 2024, 09:49
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Re: Selbsteinstellungen, meine Erfahrung

#3

Beitrag von Duc900 »

Ich würd mich da nie rantrauen was der AKU so macht .Aber etwas hab ich gemacht.Nicht die Hörverstärkung.Aber es gibt ja einiges drumherum.z.B Lautstärke der Hinweistöne .Anzeigen von Hörprogrammen in der App.Nur das ist ne einmalige Sache dafür lohnt sich die kostspielige Anschaffung der benötigten Utensilien nicht.
Gruss
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