Was wird aus den vielen vorausgegangenen Fragen, Ängsten, Sorgen?
Hier ein kurzer Statusbericht von einer Mama deren emotionale Achterbahnfahrt vor zwei Jahren noch Alltag war!
Nachdem Noemi im Dez. 07 erfolgreich implantiert wurde (MED-EL) und auch die Erst- und Folgeanpassungen problemlos verliefen, waren wir natürlich sehr gespannt, wie sie sich entwickeln würde und natürlich waren auch die Erwartungen hoch.
Enttäuschend war dann natürlich als sie nach der Erstanpassung nicht mit dem erwarteten "große-Augen-ich-hör-was-Effekt" reagierte, sondern mehr oder weniger garnicht. Aber immerhin: sie ließ sich das
Was bedeutete das nun?
In erster Linie war es ein Anfang, und für die Ärtze ein gutes Zeichen, aber wir Eltern wachten mit Argusaugen was da nun (an Reaktionen) kommen würde.
Komisch nicht? Da testest man sich jahrelang durch die Welt der
Die Entwicklung kommt wohl heimlich aber unverkennbar, betrachtet man die Sache einfach rückblickend und gibt sich ein paar Monate Zeit.
Weihnachten 2008 haben wir schon das Gefühl gehabt der Unterschied zwischen normalhörenden und unserer Tochter ist trivial. Aber wirklich mitbekommen haben wir es nicht....
Also jetzt nicht falsch verstehen, natürlich haben wir es mitbekommen, aber es wurde plötzlich vieles so "normal" - so selbstverständlich - was vorher so anstrengend war.
Ein wunderbares Gefühl!
Im Sommer kam dann plötzlich wieder unser Wunsch (und auch die Möglichkeit) auf, wieder mal ins Ausland zu gehen. Diesen Gedanken hatten wir eigentlich schon ad acta gelegt, nachdem feststand dass Noemi derart hörgeschädigt ist, dass sie mit dem Erlernen ihrer Muttersprache schon mehr als Genug zu tun haben wird.
Aber schon im Spätsommer wurden wir - nichtzuletzt auch durch die uns begleitenden Ärzte und Therapeuten - ermutigt es doch zu probieren.
Ende Dezember kam dann der Container und seit Januar leben wir nun in Südafrika. Noemi besucht seither eine englischsprachige Schule (Pre-Primary, kleine Klasse von 15 Schülern), für die wir uns ganz bewusst entschieden haben und wir merken es geht ihr sehr gut damit. Immer mehr Zweifel lösen sich langsam auf. Im Januar wird sie dann mit der offiziellen 1. Klasse beginnen und wir (und auch ihre Lehrerin) sind mehr und mehr überzeugt davon, dass sie das gut schaffen wird. Und sie freut sich. Am liebsten würde sie schon heute ihrer kleinen Schwester alle Bücher vorlesen können...
Ihre Muttersprache entwickelt sich trotz des englischen Umfeldes rasant weiter und ich frage mich oft woher sie wohl all die netten Umschreibungen hat (Hände in die Hüften gestemmt: "ich krieg die Krise, ich kriiiiieg die Vollkrise")
Doch nicht etwa von uns Eltern?
Soviel von uns - es gäbe noch viel zu berichten, aber das wichtigste ist: es geht uns gut und wir glauben - nach all den Höhen und Tiefen der letzten Jahre - den richtigen Weg mit ihr zu gehen!
[size=small]Begegne dem Unabänderlichen mit Gleichmut und nimm es, wie es kommt. Begegne dem Veränderlichen mit Tatkraft, damit es so kommt, wie du es nehmen willst.
Und übe dich täglich darin, deinen Mut nicht zu verlieren![/size]
