kannix hat geschrieben: ↑22. Apr 2025, 17:36
..oder eben (aber das kann nicht sein, sonst gäbs das zu kaufen) mit einem "Audiogramm"-Filter vor Verstärker/Boxen.
sowas ähnliches gibt es ja zB bei Fernsehern mit der Mimi Funktion (hab da auch Kopfhörer mit der Funktion) https://mimi.io/mimi-for-tv
Finde das nur eine komische Option, da man das ja dann eigentlich nur im Single Haushalt nutzen kann , oder die Mitbewohner haben einen änhlichen Hörverlust .
Wenn das Musikprogramm im Spektralverlauf linear ist, dann brauche ich kein Hörgerät.
Amplitude kann der Verstärker auch.
Ich würde mal vermuten, daß im Musikprogramm alle Gimmiks, die der Gesprächsverständlichkeit und der Störunterdrückung dienen, deaktiviert sind. Lediglich die Kompensation des Tiefpassverhaltens (grob gesagt) nach Audiogramm wird mit einem Signalfilter (mehrere Bandpässe) realisiert.
Wenn das Hörgerät jetzt einen Line-In und Line-Out hätte, vor und nach dem Filter, dann könnte ich es auch in den Signalweg der Anlage setzen Als Funkschnittstelle wäre das sogar denkbar (nochmal Witz).
Im Musikprogramm sind fast alle Filter deaktiviert oder auf "Minimum" gesetzt (z.B. die Rückkopplungsunterdrückung). Das frequenzabhängige Verstärkungsverhalten im Musikprogramm entspricht dem der Grundeinstellung im 1. Hörprogramm plus ein paar kleiner Veränderungen, z.B. mehr Tieftonverstärkung. Diese Voreinstellung im Musikprogramm ist aber als "Default" zu verstehen und kann nach Belieben in sechs bis 24 Kanälen (je nach Hörgerät) verändert werden.
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet...
Zu audiologischen Ratschlägen, Anpassberatungen oder Hörgeräte-Offerten fragen Sie nicht mich sondern Ihren Hörakustiker (m/w/d)!
kannix hat geschrieben: ↑23. Apr 2025, 08:59
Wenn das Musikprogramm im Spektralverlauf linear ist, dann brauche ich kein Hörgerät.
Amplitude kann der Verstärker auch.
So wie du es formuliert hast ist es zwar korrekt. Aber ich habe diese Aussage so nicht getan. Das ist das Problem, wenn ein Spezialist aus der Audiobranche mit Begriffen jongliert, die im Kontext von Hörgeräten anders interpretiert werden. Das ist in etwa das selbe Problem wie mit Halbwissen zu arbeiten.
In meiner Aussage geht es um eine lineare Einstellung der Kompressionsstufen. Dein Akustiker hätte das gewusst, vertraue ihm ruhig.
Allerdings hat das ganze herzlich wenig mit AirPods Pro als Hörgerät zu tun.
Immer muss man alles selber machen lassen
Dominik
R: 20.2.20: Med-el Sonnet2
L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
Bestimmt kann hier im Forum jemand sagen, ob bei meinen Hörkurven eine Benutzung der Airpods Pro2 hilfreich wäre.
Bisher habe ich etwas ältere Bernafon Hörgeräte und auch jetzt zur Probe Phonak Audeo I 50-R mit denen ich aber
nicht sooo zufrieden bin.
Mir würden die Airpods Pro2 dann doch ein wenig hilfreich sein.
viento hat geschrieben: ↑3. Mai 2025, 18:11
Bestimmt kann hier im Forum jemand sagen, ob bei meinen Hörkurven eine Benutzung der Airpods Pro2 hilfreich wäre.
Meine Hörkurven
Ich kenne die maximale Ausgangsleistung der AirPods Pro2 nicht, aber prinzipiell musst du diese mit deiner Hörkurve abgleichen. Denn: sobald du zu nah mit deinem Hörverlust an die maximale Lautstärke im jeweiligen Frequenzbereich kommst, desto weniger Verstärkungsreserve hast du dann überhaupt noch die effektiv für eine Modulation zur Verfügung steht.
Leider schreibt Apple nur folgendes: Die Hörhilfefunktion ist für Personen mit leicht bis mäßig eingeschränktem Hörvermögen gedacht., Quelle siehe Punkt 15 hier: Link technische Dokumentation AirPod Pro2
Laut deinem Tonaudiogramm könnte das durchaus noch ausreichend sein, aber ich kenne schlichtweg nicht die Leistung der AirPod Pro2 über das Frequenspektrum und nach oben hin (zu den hohen Frequenzen) brauchst du auch ordentlich Verstärkung.
Man weiß selten, was Glück ist, aber man weiß meistens, was Glück war. (Françoise Sagan)
Danke für diese Hilfe!
Mir ist nicht ganz klar, ob nach den Kurven mein Hörvermögen noch "mäßig eingeschränkt" ist, hoffe aber, daß es für die
Korrektur der AirPods Pro2 noch reicht.
kannix hat geschrieben: ↑21. Apr 2025, 10:20
Mein Ziel ist es, wieder mit Hörhilfe HIFI auf der Anlage (Lautsprecher !) hören zu können.
Ich will ausschließlich die Musik optimieren, alles andere kann ja das Hörgerät ganz gut.
Wenn es wirklich nur um Musik geht:
Ich habe die neuen AirPods Pro noch nicht getestet, ich warte noch auf die Pro 3
Aber es gibt ja schon länger Hersteller die z.B. die Mimi Sound Personalisierung nutzen.
Ich nutze für Musikstreamen oder auch per Kabel die Teufel Real Blue Pro und bin damit recht zufrieden, etwas basslastig, halt typisch Teufel, aber Preis/Leistung stimmt. Manchmal nutze ich die Teufel auch für Videocalls und auch Fernseher. Das klappt von der Verständlichkeit auch einwandfrei, auf lange Dauer sind mir aber doch zu unbequem.
Ich habe die Signia AX 7 und bin auch von der Sprachverständlichkeit sehr zufrieden, wenn ich aber selber Musik machen nehme ich aber ein Paar Widex Moment 220, mit den Signia klingt jeder meiner Akustikgitarre einfach zu spitz, egal welches Musikprogramm oder wie ich den EQ (self fitting) auch anpasse. Die Widex dagegen sehr natürlich und angenehm.
viento hat geschrieben: ↑3. Mai 2025, 23:51
Danke für diese Hilfe!
Mir ist nicht ganz klar, ob nach den Kurven mein Hörvermögen noch "mäßig eingeschränkt" ist, hoffe aber, daß es für die
Korrektur der AirPods Pro2 noch reicht.
Helfen werden die Airpods wohl, aber bei weitem nicht optimal. So sehr können die Airpods den Frequenzgang nicht "verbiegen", als dass der Hörverlust damit bestmöglich ausgegelichen wird. Es wäre für deine Ohren entweder zu laut oder zu dumpf.
Als Ergänzung fürs Musikhören, Telefonieren und so weiter bestimmt ganz hilfreich, aufgrund des generell besseren Klangs von Ohrhörern, aber die Airpods sind kein Ersatz für eine zweckmäßige Hörhilfe.
Ich würde empfehlen, an der Ursache deiner Unzufriedenheit mit dem Hörgerät zu arbeiten (bzw. dein Akustiker) und dir Airpods bei Bedarf zusätzlich anzuschaffen.
Mir fällt es gerade schwer, einen passenden Vergleich zu finden... stell dir vor, du hast starke Depressionen und ziehst es vor, Schokolade zu essen anstatt dich ärztlich behandeln zu lassen. Schoki hebt auch die Stimmung und schmeckt besser, aber sie ist kein Ersatz für eine Therapie.
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet...
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Das wäre meine Empfehlung, aber nicht so viel davon, d.h. die Ohrhörer nicht zu laut einstellen.
Sonst kommen nach dem Psychotherapeuten noch Endokrinologen, Kardiologen und Diabetologen ins Spiel.
...zufällig bin ich Experte auf diesem Gebiet...
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Danke für die Hilfen!
Mit meiner Hörfähigkeit klappt es leider nicht mit den Airpods Pro2. ich sende sie zurück und warte
mal ab, ob im Herbst neue Modelle mit besserer Hör-Unterstützung kommen, die ich dann evtl. kaufe.
Nachdem ich schon mehrere Hörgeräte getestet habe und aktuell auf auf das Oticon Zeal für einen Test warte, habe ich mich kurzer Hand entschlossen mal die Sache mit den Airpods zu testen. Also gerstern die Airpods 3 Pro bestellt und heute erhalten.
Ich selbst habe gar kein Apple Handy, sondern ein Samsung S24.
Also das alte iPhone 13 Mini meines Sohnes für das Setup genutzt. Für die Hörgerätefunktion wollte das Handy aber ein Update von IOS 26.1 auf 26.2. Leider reichte dafür der Speicherplatz auf dem Handy nicht aus. Es sollten etwa 5 GB sein.
Also das iPhone 15 Pro der Frau abgegriffen und es da probiert. Auch hier mußte ein Update auf IOS 26.2 gemacht werden, was ca. 15 Min. dauerte.
Dann hat alles wunderbar funktioniert. Der Hörtest war besser gemacht, als alles, was ich bisher bei HNO-Ärzten der dem Aku kennengelernt habe. Der Test fiel vom Ergebnis grundsätzlich so aus, wie es auch beim Aku war, nur war die Kurve etwas geglättet, weil Ausreißer eher unwahrscheinlich sind bzw. im (Nach-?) Test korrigiert werden.
Das Hörerlebnis ist wirklich sehr positiv vom Anheben der Höhen ähnlich, wie beim Hörgerät. Musiktechnisch natürlich eher High End. Die Airpods kommen mit 5 verschiedenen Silikonschirmchen, da sollte für jeden was passendes dabei sein. Für meine relativ schwache Hörschwäche könnte das vielleicht die Lösung sein, bin jedenfalls begeistert. Mal sehen, ob da ein Oticon Zeal wirklich noch attraktiv für mich ist. Den ganzen Tag mit Airpods rumlaufen muss ich ja auch erst mal testen und mich dran gewöhnen. Ich kann sie aber auch jederzeit mal rausnehmen, wenn ich sie nicht brauche und in der sehr handlichen Ladeschale (die in die Hosentasche passt) laden.
Ach ja, nachdem ich die Airpods durch den Hörtest eingestellt hatte, habe ich sie standardmäßig per Bluetooth mit meinem S24 verbunden. Es sind nicht alle Apple-Funktionen da - klar - aber die Standardfunktionen sind da und die Hörhilfeneinstellung ist verankert in den Pods, also handyunabhängig.