Hallo pfödi,
unter diesem Link findet man ein paar interessante Punkte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperakusis
Unter Anderem heisst es dort (zu Hyperakusis):
"Die Erfolgsquoten bzw. das Ausmaß von Therapieerfolgen, etwa gestaffelt nach Patientengruppen, sind nicht gesichert."
Aehnlich sehe ich das für eine "Tinitusbehandlung". Das Einzige, was dort in vielen Fällen als erfolgreich bezeichnet werden kann, ist die Einschätzung der Therapeuten ihrer eigenen Arbeit (zu beachten ist unter Anderem, dass der Gewöhnungseffekt (Habituation) auch ohne Therapie eintritt, wenn er denn erfolgt etc.
Interessant ist auch folgendes (siehe zitierten Link!):
"Hyperakusis kann auch als eigenständige Erkrankung auftreten. Sie unterscheidet sich vom Recruitment dadurch, dass die krankhafte Empfindlichkeit gegenüber lautem Schall trotz Vorhandensein einer normalen oder annähernd normalen Hörschwelle auftritt."
Deshalb habe ich nach der Ursache gefragt. Je konkreter diese ist, desto eher kann man geeignete Massnahmen einleiten. Sind aber die Alltagsgeräusche bereits zu laut und liegt dies an einem Recruitment, kann dem bspw. mit einer geschlossenen
HG-Versorgung entgegengewirkt werden. Hier ist aber zu bedenken, dass
HGs weitere Haarzellenschäden hervor rufen können und das Recruitment (langfristig gesehen) noch verstärken.
Eine andere Möglichkeit ist (siehe Link!):
"Hyperakusis als eigenständige Erkrankung (u.U. nach Verselbständigung eines Symptoms oder als Co-Erkrankung) kann, je nach Ursache, evt. durch eine Tinnitus-Retraining-Therapie oder Verhaltenstherapie oder ausreichende akustische und psychische Ruhe behandelt werden."
Also nochmals: Die Abklärung der Ursache halte ich für wichtig. Und auch, vorsichtig zu sein, in sich hinein zu hören (in Bezug auf das, was einem das Gespür sagt) und nicht Alles glauben, was einem erzählt wird (vielleicht ist die eine Behandlung für den einen gut, für den anderen eben gerade nicht).
Viel Erfolg!
Gruss fast-foot