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von hg auf ci

Verfasst: 27. Okt 2006, 09:45
von carole
hallo zusammen,

also ich möchte gerne wissen, auch auf den bezug in langer zukunft selber drauf zurück zu greifen, wer denn vielleicht die erfahrung gemacht hat, trotz der herkömmlichen hörgeräte, die idee zu entwickeln auf ci umzusteigen.

meine idee ist: wenn ci ertaubten mitmenschen ein gewisses hören möglich machen, kann dann ein ci evtl. bisherigen hörgerätenträgern ein besseres hören ermöglichen? wer hat da erfahrung mit?

Re: von hg auf ci

Verfasst: 27. Okt 2006, 10:16
von Andrea Heiker
Ich habe Erfahrung, ich habe, seitdem man weiß, dass ich schwerhörig bin, Hörgeräte getragen. Mit Mitte 20 bekam ich ein CI, auf dem anderen Ohr habe ich auch heute noch ein Hörgerät.

Ich verstehe aber nicht ganz Dein Anliegen. Das CI ist keine Alternative zu einem Hörgerät. Das CI ist dann angezeigt, wenn Hörgeräte nicht mehr ausreichend helfen. Die meisten erwachsenen CI-Träger sind auch irgendwann von Hörgeräten auf ein CI umgestiegen, insofern ist das also nichts Ungewöhnliches.

Gruß
Andrea

Re: von hg auf ci

Verfasst: 27. Okt 2006, 11:20
von Nina M.
Hallo!

Das CI ist ganz klar erst ab einem bestimmten Hörverlust angezeigt. Es ist KEIN Ersatz zu herkömmlichen Hörgeräten!

Wenn man noch gut genug hört kann man mit Hörgeräten viel einfacher und besser hören als mit CI und außerdem sollte man sich nicht freiwillig einer OP am Kopf unterziehen, solange man mit HGs noch ausreichend hören kann. Denn die OP sollte man nicht unterschätzen, das CI ist zwar inzwischen ein Routineeingriff, aber ein Spaziergang ist das trotzdem nicht, es bleibt eine OP mit allen dazugehörigen Risiken.

Gruß,
Nina

Re: von hg auf ci

Verfasst: 30. Okt 2006, 19:00
von carole
hallo andrea und nina,

ich danke euch beiden sehr für das kurze feedback.
...kam halt nur auf die idee, weil freunde meinen langen kampf um die hörgeräte mitbekommen und mir diesen tipp gegeben hatten - auch weil ich letztes jahr von einer hno-ärztin mitbekommen habe, dass meine hörkurve geeignet wäre, da bin ich aber nicht mehr hingegangen... war erschrocken und sehr unsicher, aber die wenigen ci-träger, machen mut, wenn eines tages mit den hörgeräten auch kein blumentopf zu gewinnen ist.

jetzt kann ich nur beten, dass meine hörgeräte bald zugänglich sind... mir geht das alles viel zu lange...

Danke :-)

Re: von hg auf ci

Verfasst: 31. Okt 2006, 09:46
von Andrea Heiker
Liebe Carole,

nun der Übergang zwischen dem noch zu gut hören für ein CI und der eindeutigen Eignung für das CI ist sicherlich fließend. Man sagt, dass man ab einen mittleren Hörverlust von 90 dB auf beiden Ohren eindeutig geeignet ist (sofern die anderen Voraussetzungen auch stimmen): Dann gibt es auch nich einen Graubereich um 80 dB rum, bei dem man mit CI wahrscheinlich ein zu Hörgeräten gleichwertiges Ergebnis erzielen kann. Es gibt auch leider einige Leute, die sich der Finanzen wegen auch dann schon operieren lassen. So schwachsinnig ist unser Gesundheitsystem schon. Das CI gibt es zum Glück von der Kasse und zwar zu 100%. Man muss nur das Krankenhaustagegeld selbst bezahlen. Für ein Hörgeräte gibt es von der Kasse ja nur einen einen erbärmlichen Zuschuss. Und da sich fast alle Powerhörgeräte preislich im Mittelklassektor bewegen, muss man sich überlegen, ob man die 600-800 Euro pro Seite zusammenkratzen kann oder sich eben doch schon (in meinen Augen verfrüht) ein CI implantieren läßt.

Aber so wenige CI-Träger gibt es mittlerweile auch nicht mehr und die meisten der erwachsenen CI-Träger haben auch jahrzehntelange Hg-Erfahrung. Schau mal unter www.hcig.de.

GRuß
Andrea