Seite 1 von 1
Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 07:51
von EsgibtwasaufdieOhren
Hallo zusammen,
ich hatte einen regionalen Hörakustiker gefragt, welches RIC-Gerät er „Eigenanteilsfrei“ (nur mit gesetzlicher Zuzahlung) anbietet.
Ich bekam die Rückmeldung, dass dies das Phonalk Terra RIC und das Hansaton Wave RIC wären.
Vor-Ort in der Filiale wurde mir allerdings mitgeteilt, dass Sie kein RIC-Gerät Eigenanteilsfrei hätten.
Allerdings würde man mir „Ausnahmsweise“ und nur in diesem/meinem Falle das Phonak Terra+ (Plus, also die etwas teurere Variante) als RIC Eigenanteilsfrei anbieten….
Weiterhin wurde mir gleich noch ein IdO Gerät von Hansaton Eigenanteilsfrei angeboten.
Der Abdruck für das IdO-Gerät wäre Kostenfrei, auch wenn ich dies nach dem Probetragen nicht nehmen würde.
Mir wurde das IdO-Gerät gezeigt, recht groß und klobig…Modelltyp wurde nicht genannt, ich hatte auch nicht danach gefragt.
Der HA wollte gleich einen Abdruck nehmen, da das Herstellen der Otoplastik ca. 3 Wochen dauern würde...in dieser Zeit könnte ich ja dann das Phonak Terra+ RIC Probetragen.
Ich teilte ihm mit, dass ich mir dies überlegen werde, mit dem IdO-Gerät und zuerst einmal das Phonak gerne testen würde.
Auf meine Bitte einen Kostenvoranschlag zu erstellen, kam die Antwort, da es sich um ein Eigenanteilsfreies Gerät handeln würde, bräuchte ich diesen ja nicht…
Also wurde nur ein einfacher Leihschein für das Phonak ausgestellt und von mir unterschrieben.
Dazu meine Frage…...Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Ist dies so üblich bzw. eine gängige Vorgehensweise ?
Auch was das nicht Erstellen eines Kostenvoranschlages betrifft ?
Und wie sieht es bei dem Hansaton IdO-Gerät aus, falls ein Abdruck/Otoplastik gemacht wird. Sollte ich hier auf jeden Fall auf einem Kostenvoranschlag bestehen…
nicht dass ich dann den Abdruck/Otoplastik bezahlen muss, falls ich mich am Ende für gar kein Gerät entscheide.
Was meint Ihr dazu ?
LG EsgibtwasaufdieOhren
Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 08:42
von Ohrenklempner
Auf Wunsch sollte eigentlich ein Kostenvoranschlag erstellt werden. Warum auch nicht, wenn der Kunde danach fragt? Bei mir bekommt jeder einen KV zugeschickt, egal ob ich schon Hörgeräte angepasst habe oder ob wir nur einen Gerätetypen für eine Maßanfertigung besprochen haben.
Was die kostenfreie Ausprobe des
IdO angeht, vertrau auf die Aussage deines Akustikers. Solange der nicht ausdrücklich sagt, dass bei Rückgabe eine Pauschale von xx € fällig wird, musst du auch keine Bedenken haben. Auf einen KV würde ich schon bestehen, wenn du einen haben möchtest.
Mit den Anschauungsmodellen von
IdOs ist es übrigens so ne Sache... die werden maßgefertigt und das, was groß und klobig ist, ist genau so groß und klobig wie dein Gehörgang. Kann sein, dass es viel kleiner ausfällt oder auch größer.
Für die Forensuche und Verständlichkeit wäre es besser, wenn du auf die Abkürzung "IMO" verzichtest und die gängige Abkürzung "
IdO" benutzt. "IMO" bedeutet "meiner Meinung nach", und wenn du einen Akustiker oder jemand anderen auf IMO-Geräte ansprichst, wird der dich fragend anschauen.

Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 08:50
von EsgibtwasaufdieOhren
danke für die Info, das mit dem IMO/
Ido hatte ich verwechselt...

und soeben geändert
Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 09:39
von BerndLie
Hallo,
ich habe 3 Anläufe (verschiedene Akustiker) gemacht und bei jedem einen KVA zu jedem Testgerät bekommen. Ich fand es bei den zuzahhlungsfreien eigentlich überflüssig, um nicht albern zu sagen. Es ist so wie Autowäsche 0 € bei Durchsicht, mehr Eigenwerbung als notwendig. Aber wenn Terra+ üblicherweise noch nicht zuzahlungsfrei ist oder wenn Du evtl später die Akku-Variante nimmst und auf zuzahlungsfrei bestehst, ist es für beide Seiten schon absichernd.
Sieh es als sinnvolle Bürokratie, ... kostet euch doch gerade nichts
Viel Glück
Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 10:22
von EsgibtwasaufdieOhren
Auch ich habe bisher bei anderen Akustikern ohne Nachfrage einen Kostenvoranschlag erhalten, inklusive einem „Leihschein“…
allerdings hatte ich ganz zu Anfangs einen AKU (Inhabergeführt), der gleich auf den Kostenvoranschlag , Batterien zu „Apotheker-Preisen“ und ein „Reinigungs-Set“
für 35 € aufgeführt hatte.
Mir geht es aktuell darum, falls ich doch das IdO-Gerät teste, dass ich „abgesichert“ bin, dass mir der AKU den Abdruck/Otoplastik/Maßanfertigung nicht am Ende doch noch in Rechnung stellt, obwohl er zu Anfangs das Gegenteil gesagt hatte, gerade dann wenn ich bei ihm gar kein Hörgerät kaufe.
Ich hatte einmal einen Kostenvoranschlag / Leihschein mit folgender Anmerkung:
„Die Kosten maßangefertigter Ohrstücke sind bei Abbruch der Versorgung durch den Kunden zu erstatten, es gelten unsere AGBs“
Und noch etwas, was bei diesem AKU nicht so ganz OK war…
Mir wurde eine Einverständniserklärung zur Datenspeicherung vorgelegt, alles eigentlich ganz normal…
unter Punkt 4. „Einverständnis in Werbung und Marktforschung“ stand:
„Ich erkläre meine Zustimmung für Werbung per Brief, E-mail, Telefon und SMS“
Alle Kästchen zu den jeweiligen Optionen waren schon angekreuzt….
Bevor ich dies unterschrieben habe, hatte ich Punkt 4. komplett durchgestrichen.
Das „lustige“ …..die junge Akku-Gesellin meinte dazu, es ginge ja nur um Anrufe zwecks Terminvereinbarung (was aber überhaupt nicht stimmte) und hatte dann auch noch mal bei Ihrem Chef/Kollegen nachgefragt, ob dies so in Ordnung ist, dass ich Punkt 4 komplett abgelehnt / durchgestrichen habe.
Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 11:05
von deaf_tom
Solche Klauseln sehe ich entspannt.
Für solche Fällen nutze ich separate Alias-Adressen, die eingehende Mails in bestimmte Ordner verschieben oder ggf. direkt löschen bzw. die Telefonnummer von
Frank geht ran
Meine echte Mailadresse und Telefonnummer gebe ich nur ganz selten raus, nämlich im privaten Umfeld, beim Arbeitgeber und in Fällen, wo ich tatsächlich angerufen werden möchte. Aber selbst für diese Fälle habe ich zwei separate Rufnummern, damit ich alle Fremdanrufe auf die Mailbox leiten kann, während ich weiter für Familie und Freunde erreichbar bin.
Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 11:16
von Maju
Wenn ich etwas unterschreiben müsste, wäre ich wieder weg. Aber wenn man keine Auswahl hat, ist das schwierig. Vertrauen ist für mich sehr wichtig. Ich bin einmal reingefallen, wahrscheinlich bin ich deshalb misstrauisch.
Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 12:13
von EsgibtwasaufdieOhren
deaf_tom hat geschrieben: ↑4. Feb 2026, 11:05
Solche Klauseln sehe ich entspannt.
Für solche Fällen nutze ich separate Alias-Adressen, die eingehende Mails in bestimmte Ordner verschieben oder ggf. direkt löschen bzw. die Telefonnummer von
Frank geht ran ......................
ja, mache ich ähnlich, aber dass es hier kein "Feld" zum Ankreuzen gibt, bei dem man "Werbung" ablehnen kann, finde ich weniger gut...
Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 12:32
von deaf_tom
Hm, der
AKU kann so viel Werbung senden wie er will. Ich sehe die gar nicht, weil die direkt nach /dev/null verschoben wird.
Wenn man den Absender von solch ungefragter Werbung richtig ärgern will, kann man die Werbemails auch einfach an die im Impressum auf der Website genannte Mailadresse weiterleiten. Damit schickt z.B. der
AKU die ganze Werbung an sich selbst. Am besten wäre es natürlich, wenn das alle Kunden so machen würden...

Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 12:45
von EsgibtwasaufdieOhren
Maju hat geschrieben: ↑4. Feb 2026, 11:16
Wenn ich etwas unterschreiben müsste, wäre ich wieder weg. Aber wenn man keine Auswahl hat, ist das schwierig. Vertrauen ist für mich sehr wichtig. Ich bin einmal reingefallen, wahrscheinlich bin ich deshalb misstrauisch.
genau deshalb lese ich mir "Vieles" genau durch, bevor ich es unterschreibe. Man darf sich auch hierbei nicht von Demjenigen, von dem das Dokument stammt unter "Zeit-Druck" setzen lassen.
Witzig ist, dass „Viele“ auch
AKU´s überhaupt nicht wissen , was in den zu unterschreibenden Dokumenten eigentlich drinsteht…
einfaches Beispiel.. in dem Schreiben meiner Krankenkasse (hier soll man bestätigen, dass man mit den Leistungen des
AKU und dem Hörgerät zufrieden ist) welches ich einmal von einem AKU gleich am ersten !!! Test/Probe-Termin zum Unterschreiben vorgelegt bekam, stand, dass man laut Krankenkasse, mehrere Hörgeräte ausprobieren sollte…
den
AKU darauf angesprochen, Antwort: „was ? wo steht das ? Das gibst bei mir nicht….soviel Zeit habe ich nicht…“ (Inhabergeführtes Familiengeschäft seit knapp 20 Jahren)
und auf die durchwegs guten (Google-) Bewertungen, kann man sich seit ein paar Jahren auch nicht mehr verlassen.
Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 12:47
von EsgibtwasaufdieOhren
deaf_tom hat geschrieben: ↑4. Feb 2026, 12:32
Wenn man den Absender von solch ungefragter Werbung richtig ärgern will, kann man die Werbemails auch einfach an die im Impressum auf der Website genannte Mailadresse weiterleiten. Damit schickt z.B. der AKU die ganze Werbung an sich selbst. Am besten wäre es natürlich, wenn das alle Kunden so machen würden...
dies wäre mir zu viel Aufwand, deshalb lehne ich schon im Vorfeld die meiste Werbung ab
Re: Kostenvoranschlag Ja oder Nein ?
Verfasst: 4. Feb 2026, 13:04
von gereon
Eigentlich sollte man nur in den zwei folgenden Fällen beim Akustiker etwas unterschreiben müssen:
1. Bestätigung, dass das genannte Testgerät zum Testen zur Verfügung gestellt worden ist
2. Bestätigung, dass beim Gerät der durchgeführte Service ( zum Beispiel Schallschlauchwechsel, Wechsel der Batterielade) durchgeführt worden ist)
Alles andere sollte man besser nicht unterschreiben