Gewichtl hat geschrieben: der Hörakustikhandwerker - hat betriebswirtschaftliche Interessen.
UND:
ER bestimmt, welche Testergebnisse beim Tonaudiogramm herauskommen,
ER bestimmt, wie diese zu interpretieren sind,
ER bestimmt, welche Geräte er zur Versorgung für geeignet hält,
ER bestimmt, WELCHE Einsilbertests angeboten werden,
ER bestimmt, wieviel davon als "verstanden" gelten,
ER bestimmt, welche Alternativen es (nicht) gibt,
ER bestimmt, dass er KEINE Satztests anbietet.
Eine Runde Mitleid, armer leidener Gewichtl !
Bei mir reagiert der
Aku (wie auch der HNO bzw. dessen unterbezahlte Praxishilfe) auf meine Ansage oder meinen "Knopfdruck" - bei dem ich in der Erwartungshaltung eines Tones oder nicht Hören wollens durchaus fehlerhafft reagiere, weil ich ein "human being" bin. wie das schön auf deutsch heißt.
Aus diesem Test folgt eine graphische Umsetzung einer Hörkurve -welche Frequenz habe ich bei welcher Lautsärke als Ton gehört.
Diese Graphik erstellt ein Computerprogramm, das zuvor auch it im Test genutzt wurde -
AKu / Tester dient dabei nur als Softwarehelfer, kritische Werte zu erkennen und ggfls mehrfach abzuprüfen.
Mein
Aku hat mir die Hörkurve auf meine freundliche Frage hin erklärt und erläutert, was man daraus folgern kann - gerade wenn man vergleichende Informtion aus Laut-Frequenz-Zuordnungen sieht, interessant.
Ja, der
Aku weiß bzw. sollte wissen, welche
HG geeignet sind - aber ich habe zuvor meine Vorstellungen und Limits genannt.
Und ja, für die Einstellung der
HG hat er seine PC-Dateien im Rahmen der Anpassformeln bemüht, um ein entsprechend die nach den Regeln der Akustik und des medizinisch bestehenden Hör-Verständnis vermutlich nützlichen Werte eingestellt bzw. die aus Erfahrung resultierende "langsame" anfte Einstiegsmethode gewählt.
Dann wurde ich von ihm mit em Gerät (das mir auch gefallen hat) in die freie Wildbahn des Lebens geschickt, in dem er mich mit "Auf Wiedersehn bis zum xxx" freundlich aus seinem Laden schickte. (zumindest bei mir kein traumatisches Ereignis, auf das ich mich zurückziehen könnte).
Dann habe ich doch tatsächlich vollkommen frei und ohne Vorschriften einfach gehört und zu verstehen versucht- ich Schlimmer. Und ich hab absolut klar festgehalten von unmöglich bis exzellent von Schei..be bis Sehr gut die Leistungen des
HGs zu bewerten -das klang gut, das nicht, das habe ich verstanden, das nicht etc..
Das habe ich dann dem
Aku beim Termin am xxx alles gesagt, teils sehr blumig bildlich verdeutlicht. Daraufhin hat er dann an den Reglern in seiner Software rumgespielt - oder wenn ich es sagte mir auch ein anderes
HG benso grob angepasst - da capo al fine
Nach einiger Zeit gab es ein
HG, mit dem ich zurecht kam.
Der
Aku hat dann auch die vertraglich vereinbarten vorgeschriebenen einfachen Freiberger gemacht. auch Zahen etc. - wobei mir selbst auffiel, wann ich Schwierigkeiten hatte, welche Konsonanten mein Nachdenken erforderten. Und da habe ich den Aku gebeten, doch bitte diesen und jenen Konsonanten in den Worten seiner PC-Dateien vertärkt zu suchen -und entsprechende Dateien, die "mehr" davon hatten abzuspielen. UNd ich habe auch rückgefragt, welche Worte ich denn falsch gehört bzw. wiederholt habe. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich den Aku auch an die Wand spielen können, indem ich nur Schrott gebabbelt hätte - dann hätte er aber wohl die Einstellungen "meines"
HGs geändert und ob mir das dann was gebracht hätte? (etwas, was wohl gerne von
HG-Neulingen gemacht wird, die ein HG wollen und dann entsprechend spät z.B. im Ton-Test den Wahrnehmungsknopf drücken und sich anschliessend wundern, warum ihnen das HG dann so kräftig in die Ohren bläst...)
JA - und dann stell Dir vor merkte ich an der Geschwindigkeit meiner Antworten bereits selbst, was ich da im Studio gehört und verstanden habe. Da brauchte ich dann (ohne Störschall noch nicht mal das Feedback vom
Aku, dass ich alles richtig verstanden hatte.
Und stell Dir vor - damit war es noch nicht vorbei - nach diesen Einstellungen hat mich der
Aku doch nochmal glatt aus dem Laden geschickt Und draußen habe im Leben ich die
HGs eingesetzt und gehört, verstanden oder auch nicht, wieder notiert, nicht immer das
HG getragen, da es mich tlw. gestört hat (oder ich zu eitel war). Damit bin ich wieder zum Aku - der hat noch was justiert- hat mir gesagt, er glaube kaum, dass es was bringt, aber versuchen wir es - und ich hab dann -klasse das bringt was (bzw. bei Anderem ne- bringt nichts) gesagt - dann hab ich wieder in Real-Life 1.0 die Hgs probiert. Und dann, als ich wusste, das wird es, dann hat er die Tests nohmal gemacht - diesmal auch mit Störschall - ein furchtbar unnatürliches lautes Rauschen, das allein bereits fast Übelkeit erzzeugt und die unterschiedlich lauten kurzen Worte teilweise wie die Schneeflocke in einem Schnnesturm verschwinden liessen. Auch hier habe ich an meiner Antwortszeit gemerkt, was gut was schlecht lief - und habe nachgefragt, was der Aku mitbekommen hat.
Insgesamt: es war ein Geben und ein Nehmen, es war beiderseitige Aktion und Reaktion - kein erleiden einer Prozedur.
Auch ohne zu wissen, was denn technisch richtig sei, habe ich aus meinem eigenen Gefühl und meiner Wahrnehmung geurteilt und darüber berichtet - ein iterativer Prozess - eiiner Annäherung.
Konnte ich anfangs es nicht unbedingt gern aushalten, die
HGs einzusetzen, hab sie brillenmäßig genutzt - habe ich inzwischen die HGs kontnuierlich drin - auch mein Ohr reagiert darauf und ändert z.B. Cerumenfluss - auch gibt es Tage mit super gutem wie auch solche mit schlechtem Verstehen - bestimmte Situationen, in denen ich etwas nicht verstehe - darüber spreche ich mit dem
Aku - und wenn es geht, verstellen wir noch was an den Einstellungen - siehe einer meiner letzten Fragen zu Richt-Charakteristik - adaptiver Direktionalität - und so sehe ich mich nicht in der Rolle dessen, der keinen Einfluss auf den Prozess hat, als nur am Ende einen langen und zeitaufwendigen Verfahrens dann erstmals da Richtsschwert in der Hand hält, dem Aku zu betätigen das richtige
HG für mich übergeben zu haben - dies richtig oder falsch war Teil des gesamten Anpassungsprozesses.
insofern wie es in deutsch heißt: don't gripe - just do it!