Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

Alex68
Beiträge: 178
Registriert: 09.12.2020

Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#1

Beitrag von Alex68 »

Hallo zusammen,
Wir hatten kürzlich in der Familie eine interessante Diskussion zum Thema Hörtest im Alter.

Wenn man im Netz schaut, dann findet man ärztliche Ratschläge, ab Mitte 40 jährlich einen Routine-Hörtest z.B beim HNO machen zu lassen.

Wir fanden das jetzt ziemlich übertrieben und mich würden dazu Eure Meinungen und Erfahrungen interessieren.

Wenn eine Person mit Mitte 50 z.B eine Hörkurve von ca 20-25 DB in den Hauptfrequenzen bis 6KHZ hat, und damit ja wohl für das Alter relativ ok hört, dann wird sich das doch nicht innerhalb eines Jahres so gravierend ändern, dass schon eine zu versorgende Schwerhörigkeit vorliegt - jetzt mal Krankheiten, Hörsturz etc. ausgenommen.Sollten da nicht auch z.B alle 3Jahre völlig ok sein?

Man liest ja auch immer wieder, dass ein HV sehr schleichend kommt. ist dann eine jährliche Kontrolle nicht total übertrieben? Es entstehen ja dadurch auch Kosten. Der Aku macht den Test i.d.R kostenlos aber er hat den Zeitaufwand. Beim Arzt entstehen Kosten für die Kassen.

Wie sind Eure Erfahrungen dazu.

Viele Grüße Alex
HV 125hz 500hz. 1khz. 2khz. 3khz. 4khz. 6khz. 8khz.
R. 20. 15. 25. 20. 30. 40. 40. 80
L. 20. 20. 20. 20. 25. 35. 40. 50
HG seit Dez.20 aktuell Phonak P50
Tuchel48.1.1
Beiträge: 366
Registriert: 14.05.2015
6

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#2

Beitrag von Tuchel48.1.1 »

Hallo, Leute, ich bin schon dafür, daß 1 x im Jahre eine Hörkontrolle stattfinden sollte, aber nicht etwa, daß der Akustiker neue Hörgeräte andrehen will, sondern, um etwaige Veränderungen am vorhandenen Hörgerät vornehmen zu können. Dann hat man die Gewissheit, daß das Hörgerät "richtig" eingestellt ist und der Träger "richtig" hört. WAs hat der Träger davon, wenn er zwar Hörgeräte trägt, aber nicht vernünftig hört und versteht? Ein vernünftiger Akustiker nimmt sich gerne die Zeit einer Kontrolle, wenn der Kunde danach fragt. Selbst wenn er dabei nichts verdient, aber der Kunde ist zufriedener und kommt immer wieder und ei es nur, um Batterien oder Ersatzteile zu kaufen.
Ohrenklempner
Beiträge: 4115
Registriert: 20.02.2015
6
Wohnort: Mitteldeutschland

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#3

Beitrag von Ohrenklempner »

Wenn das Gehör in Ordnung ist, reicht alle paar Jahre aus. Man selbst merkt schleichende Veränderungen nicht. Aber lieber einmal öfter gehen.
Man sollte aufpassen, wenn es schwierig wird, in lauten Umgebungen zu verstehen, wenn der Fernseher lauter gemacht wird, wenn leise und entfernte Sprache zu undeutlich wird. Eine Tonaudiometrie beim HNO kostet nur einen kleinen zweistelligen Betrag, das ist für die GKV durchaus verkraftbar. Wenn man den Eindruck hat, dass es ganz plötzlich schlecht ist, dann sofort mit Blaulicht zum nächsten Doc. ;)
Allons-y!
Bachianer
Beiträge: 144
Registriert: 19.12.2019
1

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#4

Beitrag von Bachianer »

Alex68 hat geschrieben: 4. Jun 2021, 12:02 dann findet man ärztliche Ratschläge... Beim Arzt entstehen Kosten für die Kassen...
Hallo Alex,

...ich denke du hast dir die Antwort schon selber gegeben... :69:

Andreas
Alex68
Beiträge: 178
Registriert: 09.12.2020

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#5

Beitrag von Alex68 »

Mir ging es auch darum, ob sich ein Gehör innerhalb eines Jahres wirklich so wesentlich ändern kann, dass entweder eine Veränderung des vorhandenen Hörgerätes notwendig ist, oder man dann auf einmal in eine zu versorgende Schwerhörigkeit rutscht. Gibt es dazu Erfahrungswerte, was sich bei einem nicht krankhaften Verlauf am Hörverlust innerhalb eines Jahres verändern kann. Also ein typischer Verlauf einer Altersschwerhörigkeit.
Kann man sich das so vorstellen, dass es sehr linear voranschreitet ,oder sind das auch mal schnelle Veränderungen?
HV 125hz 500hz. 1khz. 2khz. 3khz. 4khz. 6khz. 8khz.
R. 20. 15. 25. 20. 30. 40. 40. 80
L. 20. 20. 20. 20. 25. 35. 40. 50
HG seit Dez.20 aktuell Phonak P50
Bachianer
Beiträge: 144
Registriert: 19.12.2019
1

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#6

Beitrag von Bachianer »

Alex68 hat geschrieben: 4. Jun 2021, 12:02Wenn eine Person mit Mitte 50 z.B eine Hörkurve von ca 20-25 DB in den Hauptfrequenzen bis 6KHZ hat, und damit ja wohl für das Alter relativ ok hört, dann wird sich das doch nicht innerhalb eines Jahres so gravierend ändern, dass schon eine zu versorgende Schwerhörigkeit vorliegt - jetzt mal Krankheiten, Hörsturz etc. ausgenommen.
Hallo Alex,

deine Frage ist zwar berechtigt aber ich befürchte das es zu diesem Thema keinerlei aussagekräftige Studien oder gar Statistiken gibt!

Zudem hast du dir die Frage doch auch selbst beantwortet, es bedarf immer einer Kausalität für diesen plötzlichen Hörverlust, also Ursache und Wirkung, was für ein Ereignis hat also stattgefunden das es zur plötzlichen Schwerhörigkeit gekommen ist?
Ohne jeden psychisch oder körperlichen Befund halte ich einen so raschen Hörverlust für unmöglich.
Alex68 hat geschrieben: 5. Jun 2021, 10:19
Kann man sich das so vorstellen, dass es sehr linear voranschreitet ,oder sind das auch mal schnelle Veränderungen?
Vermutlich ist der Hörverlust nicht immer linear und es gibt Lebensphasen wo man mal mehr oder weniger "Verlust" hat, dass ist beim biologischen Alterungsprozess ja genauso, aber auch hier bedarf es immer einer Kausalität, also bestimmter Ereignisse die das Alterungstempo negativ oder positiv beeinflussen.
Letztlich haben unsere Gene natürlich auch noch ein Wörtchen mitzureden.

Andreas
Alex68
Beiträge: 178
Registriert: 09.12.2020

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#7

Beitrag von Alex68 »

Statistiken gibt es hierzu wahrscheinlich weniger.

Aber was sagen denn die erfahrenen Akustiker hier im Forum? Wenn man Kunden über längere Zeiträume betreut, dann gibt es doch bestimmt Erfahrungswerte, wie sich das Gehör über die Jahre verändert.

Habe da im Tonaudiogramm eine Wert gefunden, der nennt sich PTA DB in Prozent.
Der ist wohl der Durchschnitt aus dem HV zwischen 0,5 und 4khz.

Vielleicht gibt es ja da Erfahrungswerte wenn der z.B bei einer 55 jährigen Person bei 30Prozent liegt, wo liegt er dann erwartungsgemäß im Verlauf der Jahre.

So ähnliche Erfahrungswerte gibt es ja auch bei der Alterssichtigkeit, wo man irgendwie berechnet hat, dass diese um die 45Jahre jedes Jahr ca. 0,25 dpt ansteigt. klar ist immer alles nur Durchschnittswert und es gibt viele Ausnahmen.

Bin mal gespannt, ob es hier Erfahrungswerte gibt.
HV 125hz 500hz. 1khz. 2khz. 3khz. 4khz. 6khz. 8khz.
R. 20. 15. 25. 20. 30. 40. 40. 80
L. 20. 20. 20. 20. 25. 35. 40. 50
HG seit Dez.20 aktuell Phonak P50
Ohrenklempner
Beiträge: 4115
Registriert: 20.02.2015
6
Wohnort: Mitteldeutschland

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#8

Beitrag von Ohrenklempner »

Der PTA wird in dB abgegeben, so wie der Hörverlust in den vier Frequenzen.
Ob der Hörverlust altersgemäß ist oder nicht, ist praktisch nicht interessant. Es gibt Leute, die hören für ihr Alter verhältnismäßig gut, benötigen aber trotzdem Hörgeräte.
In den hohen Tönen verschlechtert sich das Gehör Pi mal Daumen um 1 bis 2 dB pro Jahr. Es kann aber auch schneller oder langsamer voranschreiten.
Allons-y!
Alex68
Beiträge: 178
Registriert: 09.12.2020

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#9

Beitrag von Alex68 »

Ohrenklempner hat geschrieben: 7. Jun 2021, 13:48 Der PTA wird in dB abgegeben, so wie der Hörverlust in den vier Frequenzen.
Ob der Hörverlust altersgemäß ist oder nicht, ist praktisch nicht interessant. Es gibt Leute, die hören für ihr Alter verhältnismäßig gut, benötigen aber trotzdem Hörgeräte.
In den hohen Tönen verschlechtert sich das Gehör Pi mal Daumen um 1 bis 2 dB pro Jahr. Es kann aber auch schneller oder langsamer voranschreiten.
Vielen Dank für Deine Einschätzung.
1-2 dB pro Jahr hört sich jetzt ja nicht viel an. D.h eine jährliche Anpassung eines vorhandenen Hörgeräts wäre ja dann eigentlich nicht erforderlich und möglicherweise eher kontraproduktiv, wenn man das bestehende System zu häufig wieder ändert, wenn man sich an das Hören mit den Geräten gerade gewöhnt hat.
In welchem Zeitintervall werden Hörgeräte im Schnitt denn nachjustiert, weil sich der HV geändert hat?
HV 125hz 500hz. 1khz. 2khz. 3khz. 4khz. 6khz. 8khz.
R. 20. 15. 25. 20. 30. 40. 40. 80
L. 20. 20. 20. 20. 25. 35. 40. 50
HG seit Dez.20 aktuell Phonak P50
Professor Longhair
Beiträge: 125
Registriert: 19.10.2020

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#10

Beitrag von Professor Longhair »

Der Beste Hörtest im Fernsehen ist die Haribo-Werbung, wer diesen Unsinn bei normaler Lautstärke versteht, der hat kein Hörproblem.
Ohne Hörgeräte konnte ich diese Pipsstimmen nicht verstehen.
Und der Test ist gratis. :sm(4):
HansPeter
Beiträge: 150
Registriert: 09.12.2020

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#11

Beitrag von HansPeter »

Man kann sich doch selber einen Hörtest zuhause über den PC machen. Z.B. hier: https://www.der-hoerakustiker.de/hoergeraete/hoertest/

Ich mache den regelmäßig und speicher mir die Werte ab. Wenn man immer die gleichen Parameter einstellt kann man Veränderungen gut erkennen. Ich mach ihn ohne und mit HG.

Habe ihn schon oft mit dem vom Aku oder Doc. verglichen und auch dem AKu schon mitgebracht. Um Veränderungen zu erkenen reicht er allemal.
Johannes B.
Beiträge: 1487
Registriert: 28.05.2020
1

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#12

Beitrag von Johannes B. »

HansPeter hat geschrieben: 17. Jul 2021, 22:22 Man kann sich doch selber einen Hörtest zuhause über den PC machen. Z.B. hier: https://www.der-hoerakustiker.de/hoergeraete/hoertest/
Hallo Hanspeter,
die tiefste Frequenz höre ich weder ohne noch mit Hörgeräten.
Auch bei lautester Verstärkung nicht.
Auch meine Frau nicht.
Liegt das an meinen Lautsprechern?

Freundliche Grüße
Johannes B.
für bestmöglich hören und verstehen zahlt man in D mit seinen Kassenbeiträgen,
für Komfort und Design und schönen Schein zahlt man halt drauf ;-)
BenB
Beiträge: 352
Registriert: 24.01.2018
3
Wohnort: Saarbrücken

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#13

Beitrag von BenB »

Hallo HansPeter,

Dazu müsste der verwendete Kopfhörer geeicht sein, und auch die Soundkarte des PC ein linear-verzerrungfreies Normsignal genügender Leistung abgeben können.

Gewährleistet ist das beim HNO oder HG-Akustiker.

Duck und weg ;-)

Ben
BenB
Beiträge: 352
Registriert: 24.01.2018
3
Wohnort: Saarbrücken

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#14

Beitrag von BenB »

Hallo Johannes,

in diesem Fall: Vermutlich ja.

Gruß Ben
Johannes B.
Beiträge: 1487
Registriert: 28.05.2020
1

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#15

Beitrag von Johannes B. »

Stimmt, BenB - mit Kopfhörern hör ich was. :-)
übrigens:
Bei mir wurden beim Hörakustiker bisher stets nur Tonaudiogramme mit Kopfhörern ohne Hörgeräte gemacht.
Es wurde bisher nie im Freifeld ohne und mit Hörgeräten verglichen.
Bei euch?
für bestmöglich hören und verstehen zahlt man in D mit seinen Kassenbeiträgen,
für Komfort und Design und schönen Schein zahlt man halt drauf ;-)
BenB
Beiträge: 352
Registriert: 24.01.2018
3
Wohnort: Saarbrücken

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#16

Beitrag von BenB »

Hallo Johannes,

bei mir ja. Bis hinunter zu 125 Hz. Noch Tieferes können die dazu eingesetzten Lautsprecher nicht in Messqualität wiedergeben. Schon eine Oktave tiefer (63 Hz) ist praktisch unmöglich, und noch eine tiefere (32 Hz) geht nur mit Großlautsprechern. Daher die Kopfhörer. (Im übrigen spielt sich unterhalb 125 Hz praktisch keine Sprache mehr ab.)
Johannes B.
Beiträge: 1487
Registriert: 28.05.2020
1

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#17

Beitrag von Johannes B. »

BenB hat geschrieben: 18. Jul 2021, 18:12 Hallo Johannes,

bei mir ja. Bis hinunter zu 125 Hz. Noch Tieferes können die dazu eingesetzten Lautsprecher nicht in Messqualität wiedergeben. Schon eine Oktave tiefer (63 Hz) ist praktisch unmöglich, und noch eine tiefere (32 Hz) geht nur mit Großlautsprechern. Daher die Kopfhörer. (Im übrigen spielt sich unterhalb 125 Hz praktisch keine Sprache mehr ab.)
nun, dann muss ich meinen Hörakustiker wohl mal ausdrücklich auf einen solchen Freifeldvergleich (125 Hz bis 10 kHz) ansprechen.
Danke für die Info :-)
für bestmöglich hören und verstehen zahlt man in D mit seinen Kassenbeiträgen,
für Komfort und Design und schönen Schein zahlt man halt drauf ;-)
Dani!
Beiträge: 1459
Registriert: 09.03.2012
9
Wohnort: Großraum München

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#18

Beitrag von Dani! »

So ein Freifeld ist für den Bediener mitunter alles andere als witzig. Als CI Träger geht nunmal nur Freifeld, wenn null Restgehör vorhanden ist. Mein SP verarbeitet nur bis 8500Hz. Der junge Bediener der Anlage musste aber laut Auftrag durch den Audiologen auch mal 10.000 Hz testen. Kam bei mir natürlich nix an. Aber ich hab sehr deutlich das Schmerzverzerrte Gesicht des Bedieners wahrgenommen, wenn er den Ton bis auf 100dB aufgedreht hatte.
Vor dem CI hab ich ab 3000Hz schon nichts mehr gehört. Um die naximale Piwer eines HGs auszuloten wären 120dB notwendig gewesen. Und selbst MIT HG war bei 6000 Hz erst ab 80dB was zu hören. Na danke aber auch an den Freifeldtest.

J.B. denk also bitte nicht ausschließlich an dein eigenes Wohl, sondern auch an das der Erfüllungsgehilfen.
Dominik
https://www.schwerhoerigenforum.de/phpbb/viewtopic.php?t=10370
R: 20.2.20: Med-el Sonnet2
L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
Johannes B.
Beiträge: 1487
Registriert: 28.05.2020
1

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#19

Beitrag von Johannes B. »

Dani! hat geschrieben: 21. Jul 2021, 00:27 So ein Freifeld ist für den Bediener mitunter alles andere als witzig. Als CI Träger geht nunmal nur Freifeld, wenn null Restgehör vorhanden ist. Mein SP verarbeitet nur bis 8500Hz. Der junge Bediener der Anlage musste aber laut Auftrag durch den Audiologen auch mal 10.000 Hz testen. Kam bei mir natürlich nix an. Aber ich hab sehr deutlich das Schmerzverzerrte Gesicht des Bedieners wahrgenommen, wenn er den Ton bis auf 100dB aufgedreht hatte.
Vor dem CI hab ich ab 3000Hz schon nichts mehr gehört. Um die naximale Piwer eines HGs auszuloten wären 120dB notwendig gewesen. Und selbst MIT HG war bei 6000 Hz erst ab 80dB was zu hören. Na danke aber auch an den Freifeldtest.

J.B. denk also bitte nicht ausschließlich an dein eigenes Wohl, sondern auch an das der Erfüllungsgehilfen.
würde in einem solchen Fall ein Gehörschutz (auf technisch aktuellem Stand) dem Erfüllungsgehilfen temporär helfen? ;-)
für bestmöglich hören und verstehen zahlt man in D mit seinen Kassenbeiträgen,
für Komfort und Design und schönen Schein zahlt man halt drauf ;-)
Dani!
Beiträge: 1459
Registriert: 09.03.2012
9
Wohnort: Großraum München

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#20

Beitrag von Dani! »

Würde ein Kopfhörer für den Probanden nicht auch reichen, den er nur kurz tragen muss, anstatt dass man sinnlos tagtäglich dem Perdonal unnötig dem Lärm aussetzt? Wie gesagt, es dreht sich nicht alles um dich.
Du suchst nicht nach Lösungen, sondern nach Problemen, wo keine sind.
Dominik
https://www.schwerhoerigenforum.de/phpbb/viewtopic.php?t=10370
R: 20.2.20: Med-el Sonnet2
L: 16.12.20: Med-el Sonnet2
Johannes B.
Beiträge: 1487
Registriert: 28.05.2020
1

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#21

Beitrag von Johannes B. »

Dani! hat geschrieben: 21. Jul 2021, 09:29 Würde ein Kopfhörer für den Probanden nicht auch reichen, den er nur kurz tragen muss, anstatt dass man sinnlos tagtäglich dem Perdonal unnötig dem Lärm aussetzt? Wie gesagt, es dreht sich nicht alles um dich.
Du suchst nicht nach Lösungen, sondern nach Problemen, wo keine sind.
nun, ich möchte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen:
OHNE Hörgerät MIT Kopfhörern
MIT Hörgerät OHNE Kopfhörer.
NEIN.
Natürlich in beiden Fällen die gleichen Voraussetzungen:
also in BEIDEN Fällen OHNE Kopfhörer.
für bestmöglich hören und verstehen zahlt man in D mit seinen Kassenbeiträgen,
für Komfort und Design und schönen Schein zahlt man halt drauf ;-)
akopti
Beiträge: 1093
Registriert: 17.08.2016
4

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#22

Beitrag von akopti »

Hallo,

warum werden Tonaudiogramme üblicherweise mit Kopfhörer durchgeführt?

Man möchte die Hörschwelle ermitteln.
Ohne Einfluss von Nebengeräuschen, zB Lüftergeräusch des Rechners, oder andere Geräusche.
Ohne Einfluss der Raumakustik, Stichwort "Stehende Wellen".

Es gibt Ausnahmen, zB bei Messung der Aufblähkurve mit HG, die bei Menschen angewendet wird, bei denen ein Sprachtest nicht möglich ist.

@Dani, es wundert mich, dass die Messung nicht in einer Hörkammer durchgeführt wird, wo das Personal außerhalb sitzt. Diese Hörkammer ist Schalldicht und somit bekommt das Personal keine extremen Lautstärken ab.
Johannes B.
Beiträge: 1487
Registriert: 28.05.2020
1

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#23

Beitrag von Johannes B. »

hallo akopti,

ok, und NACH Ermittlung der Hörschwelle mit Kopfhörern.
was spricht dagegen BEIDES noch einmal im Freifeld zu vergleichen?
also Tonhöhen UND Freiburger Test jeweils einmal OHNE und einmal MIT Hörgerät?
für bestmöglich hören und verstehen zahlt man in D mit seinen Kassenbeiträgen,
für Komfort und Design und schönen Schein zahlt man halt drauf ;-)
Ohrenklempner
Beiträge: 4115
Registriert: 20.02.2015
6
Wohnort: Mitteldeutschland

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#24

Beitrag von Ohrenklempner »

Johannes B. hat geschrieben: was spricht dagegen BEIDES noch einmal im Freifeld zu vergleichen?
Ganz ehrlich fände ich es toll, wenn die Aufblähkurve (Freifeld-Audiogramm mit und ohne Hörgerät – keine Ahnung, warum die so einen aufgeblähten Namen hat :D) als Dokumentation der Hörberbesserung ausreichen würde. Acht Töne ohne Hörgerät messen, acht Töne mit Hörgeräten, fertig. :D
Ich verstehe aber, dass das im Rahmen einer zu bewertenden Verstehverbesserung nicht einfach so umsetzbar ist, sondern nur dann gemacht werden darf, wenn ein Freiburger mangels Sprachkenntnissen nicht durchführbar ist.

Zuerst dachte ich, was will er denn jetzt... (nix für ungut!) :D so eine Spielerei nützt doch niemandem was. Aber dann kam mir ein Einfall in der Hinsicht, dass man ja oft Kunden hat, die nur sehr wenig Verstärkung akzeptieren und sich dann über bescheidenen Hörgewinn beschweren. Nach dem Motto: Ich will besser hören ohne mehr zu hören. ;)
Da könnte man mit einer Aufblähkurve mit Sprachbanane gut argumentieren: "Guck mal, hier ist deine Hörkurve ohne Hörgerät, die und die Laute hörst du nicht. Mit Hörgerät ist es zwar um 10 dB besser, aber du hörst trotzdem nicht gut genug!"

Das werde ich bei Gelegenheit mal machen und gerne berichten. :D
Allons-y!
akopti
Beiträge: 1093
Registriert: 17.08.2016
4

Re: Wie oft sollte man Hörtest machen? Jährliche Empfehlung übertrieben?

#25

Beitrag von akopti »

Johannes B. hat geschrieben: 21. Jul 2021, 11:07 hallo akopti,

ok, und NACH Ermittlung der Hörschwelle mit Kopfhörern.
was spricht dagegen BEIDES noch einmal im Freifeld zu vergleichen?
also Tonhöhen UND Freiburger Test jeweils einmal OHNE und einmal MIT Hörgerät?
Sprachtest ohne HG wird doch mit Kopfhörer und im Freifeld getestet.
Sprachtest mit HG mit Kopfhörer scheint mir Sinnbefreit.
Und was sagt mir die Differenz Tontest ohne HG mit Kopfhörer und im Freifeld? Nichts, also Zeitverschwendung, Time ist Money.

Und die Aufblähkurve ist das wirklich unsicherste Mittel der Wahl, denn was machen aktuelle HG mit Sinustönen.
Das ist nur ein Mittel, wenn Menschen, die der deutschen Sprache absolut nicht mächtig sind.

Gruß
Dirk
Antworten